ÜBERWACHUNGSKAMERAS


Eine Überwachungskamera zur Videoüberwachung ist eine gute Möglichkeit, sein Grundstück, Geschäft oder Lagerhalle zu sichern: Für jeden Einsatzzweck gibt es die passende Kamera.


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Überwachungskameras

Mit dem heutigen Stand der Technik sind einer Überwachungskamera kaum Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass sie sich vor dem Kauf bewusst werden, was sie mit ihrer Überwachungskamera erreichen möchten und welche Ergebnissen sie erwarten. Je mehr Leistung von der Überwachungskamera erwartet wird, desto hochpreisiger werden diese. Das Sortiment an Überwachungskameras und Herstellern ist sehr groß und komplex.

Die ESA GmbH German Protect als ihr Facherrichter im Sicherheitsbereich, empfiehlt unter anderem wegen der Nachhaltigkeit, ausschließlich etablierte Hersteller und keine „No-Name“ Exoten. Stellen sie sich den Kauf einer Überwachungskamera wie den Kauf eines neuen Autos vor. Alle Autos sämtlicher Hersteller fahren gerade aus. Die Frage ist, wie lange und was passiert, wenn Sie zum Beispiel in einen Unfall verwickelt sind?

So ähnlich ist es auch bei den Überwachungskameras. Sie müssen sich bewusst sein, warum und wofür Sie eine Überwachungskamera benötigen. Niemand sollte sich eine Überwachungskamera an seine Fassade hängen nur um ein Bild vom Außenbereich zu machen. Denn die Rede ist von einer Sicherheitskomponente, die zur Eigensicherheit oder Prävention eingesetzt wird. D.h. diese Sicherheitskomponente, in diesem Fall eine Überwachungskamera, muss in allen Situationen gute Bilder liefern und dies stets zuverlässig.

Viele unserer Kunden sind der Meinung, dass je höher die Auflösung, desto besser die Kamera. Diese Meinung können wir nicht immer teilen. In den meisten Fällen gilt, je hochauflösender eine Überwachungskameras ist (beispielsweise 4K), desto lichtunempfindlicher ist diese in der Nacht. Es gibt selbstverständlich Überwachungskameras im höheren Preissegment, die eine hohe Auflösung haben und durch einen großen Sensor ebenfalls sehr lichtempfindlich sind. Solche Überwachungskameras nutzen Technologien wie: Lightfinder, Darkfighter, Starlight usw und haben eine Lichtempfindlichkeit bis hin zu 0,001 Lux.

Fazit: Eine hohe Auflösung tagsüber, bei optimalen Lichtverhältnissen, ist oft leicht zu erreichen, doch die 4K Auflösung bringt Ihnen nicht viel, wenn in der Nacht trotz Infrarot das Bild extrem schlecht wird und Sie den Unterschied z.B. zwischen Mann und Frau in 30 Meter Abstand nicht erkennen können. Die Sensorgröße der Überwachungskamera ist in dem Fall maßgeblich. Je größer der Bildsensor ist, desto mehr Licht kann dieser in der Nacht aufnehmen, ohne die Bildqualität runterschrauben zu müssen. Es gibt Überwachungskameras mit einer 4K Auflösung, die einen ½ Zoll Bildsensor haben und es gibt 4K Überwachungskameras, die einen 4/3 Zoll oder sogar einen Vollformat Bildsensor haben. Mehr Informationen finden Sie dazu im Abschnitt zur Auflösung einer Überwachungskamera.

Wichtige Punkte für die Auswahl der richtigen Überwachungskamera:

1. Wird eine Kamera für den Innen oder Außenbereich benötigt?
2. In welcher Höhe wird die Kamera montiert? Für eine Gesichts-Erkennung und Identifizierung z.B. wird eine max. Höhe von 3,50m bis 4,00m je nach Winkel empfohlen.
3. Was habe ich für einen Bereich, Breite und Länge in Meter? Daraus resultiert das sogenannte FOV (front of View) und dementsprechend die Gradzahl des Blickwinkels.
4. Was möchte ich beispielsweise in 50 Metern erkennen? Der Unterschied zwischen Mann und Frau oder zwischen einem 5 und 10 Euroschein. Oder möchte ich Kennzeichen erkennen, wofür in der Nacht eine spezielle Kamera benötigt wird. Daraus resultieren die verschiedenen Auflösungen der Überwachungskameras.
5. Was habe ich in der Nacht für Lichtverhältnisse? Laternen oder Lichtstrahler, die direkt ins Objektiv leuchten, sind ein Störfaktor und müssen für die Platzierung der Überwachungskamera unbedingt zu berücksichtigt werden. Was für eine Reichweite der Infrarotstrahler benötige ich?
6. Was für einen Kameratyp benötige ich? Fix Dome, Bullet, PTZ Dome, Box, Wärmebild, oder eine Fisheye Überwachungskamera? Soll die Kamera ein allgemeines Bild liefern, oder bestimmte Bereiche im Bild priorisieren und wohlmöglich mit einer anderen Überwachungskamera interagieren? Hier sind die DSGVO Regel zu beachten.
7. Benötige ich eine Analyse? Wenn ja, welche und wofür? Hier ist zu beachten, dass eine Überwachungskamera keine Alarmanlage ersetzen kann.

Die passende Kamera für jeden unterschiedlichen Einsatzort

Grundsätzlich kann eine Überwachungskamera Indoor oder Outdoor installiert werden. Eine im Freien betriebene Überwachungskamera muss vor äußeren Einflüssen wie Regen oder Schmutz besonders geschützt sein. Über den Schutzgrad einer Outdoor-Kamera gibt die sogenannte IP-Schutzart Auskunft. Es handelt sich um einen genormten Wert, bestehend aus zwei Ziffern. Die erste Ziffer bezeichnet den Schutz vor eindringenden Fremdkörpern, die zweite Ziffer den Schutz vor Feuchtigkeit. Typische IP-Schutzarten für Kameras im Außenbereich sind IP66 oder IP67. Bei einer IP67-Überwachungskamera ist der Feuchtigkeitsschutz im Vergleich zu IP66 weiter verbessert. Eine solche Kamera übersteht sogar das kurzzeitige Eintauchen in Flüssigkeiten.

Für öffentliche Einsatzorte ist ein Vandalismusschutz entsprechend der Norm IK10 zu empfehlen. Die Gehäuse dieser Geräte sind gegen Stöße und äußere Gewalteinwirkung geschützt. Soll eine Überwachungskamera unter extremen Bedingungen wie Kälte oder Hitze betrieben werden, stehen Geräte mit integrierten Heizungen oder Lüftungen zur Verfügung. Weitere für den Einsatzort anzuwendende Auswahlkriterien sind die unterschiedlichen Montagemöglichkeiten. Abhängig davon, ob eine Oberflächenmontage, Deckeneinbaumontage, Wandmontage oder versteckte Montage erfolgen soll, ist ein passender Kameratyp zu wählen.

Welche Anschlussarten zur Übertragung des aufgenommenen Bildmaterials bietet eine Überwachungskamera?

Das von der Überwachungskameras erfasste Bildmaterial muss zur Sichtung oder Speicherung an eine zentrale Stelle übertragen werden. Die Übertragung kann kabelbasiert oder drahtlos erfolgen. Kabelbasierte IP-Kameras nutzen die LAN-Verkabelung. Unterstützt die IP-Überwachungskamera Power over Ethernet (PoE), lässt sie sich gleichzeitig per Netzwerkkabel mit der für den Betrieb benötigten elektrischen Energie versorgen. Die kabelbasierte Übertragung bietet den Vorteil, dass sie sehr sicher und wenig störanfällig ist. Für die drahtlose Bildübertragung kommt in der Regel WLAN zum Einsatz. Drahtlose Überwachungskameras lassen sich sehr flexibel an den unterschiedlichsten Standorten einsetzen.

Einige analoge oder digitale Überwachungskameras übertragen ihre Bilder per Koaxialkabel. Ein typischer digitaler Standard dieser Geräte ist HD TVI. Vorteil der Bildübertragung über Koaxialkabel ist, dass die noch von der analogen Sicherheitstechnik verwendete Koaxialverkabelung für die digitalen Überwachungskameras nutzbar ist und die Digitalisierung erleichtert.

Die verschiedenen Auflösungen der Überwachungskameras

Die Auflösung einer Überwachungskamera reicht je nach Modell von unter einem Megapixel bis zu 4K Ultra HD und mehr. Je feiner eine Überwachungskamera auflöst, desto mehr Details lassen sich auf dem Bild erkennen. Die zu wählende Auflösung ist von verschiedenen Faktoren wie der Objektentfernung, der Bildbereichsgröße und den zu identifizierenden Details abhängig. Eine Full-HD-Überwachungskamera mit 1920 x 1080 Bildpunkten erlaubt es beispielsweise bei Bildbreiten von bis zu zehn Metern, Fahndungsfotos von Personen zu erstellen. Autokennzeichen sind sogar bis Bildbreiten von 20 Metern erkennbar. Für große Bildbereiche wie 180- oder 360-Grad-Panoramen und eine hohe geforderte Detaillierung sind Kameras mit Auflösungen von 10, 20 oder 30 Megapixel verfügbar. Ist der Bildbereich klein, die Entfernung gering und es sind Objekte oder Personen nur grundsätzlich zu erfassen, ist eine Kamera mit einer geringen Auflösung im unteren Megapixel-Bereich ausreichend.

Die Bildqualität einer Überwachungskamera bei Nacht

Eine Überwachungskamera soll häufig selbst bei absoluter Dunkelheit Bilder liefern. Für diesen Zweck sind infrarotempfindliche Überwachungskameras eine ideale Lösung. Der zu überwachende Bildbereich wird mit einem für den Menschen unsichtbaren Infrarotlicht ausgeleuchtet. Die Bildsensoren sprechen auf dieses Licht an und produzieren trotz Dunkelheit hochwertige Aufnahmen. Die notwendige Infrarotbeleuchtung ist je nach Typ der Überwachungskamera direkt im Gerät integriert oder wird von externen Infrarotscheinwerfern geliefert.

Ebenfalls bei Nacht und sogar bei starkem Nebel sind Wärmebildkameras einsetzbar. Sie besitzen Sensoren, die auf die Wärmeabstrahlung von Personen oder anderen Objekten ansprechen. Die erfasste Wärmestrahlung wandeln sie anschließend in Bilder um. Hochwertige Wärmebildkameras erfassen Personen oder andere Objekte über mehrere Kilometer.

Weiter Wichtige Eigenschaften einer Überwachungskamera

Weitere Unterscheidungsmerkmale einer Überwachungskamera sind ihr Blickwinkel und der einstellbare Überwachungsbereich. Er kann bei einer Kamera mit Weitwinkel- oder Fisheye-Objektiv fest vorgegeben oder bei einem einstellbaren Zoom-Objektiv variabel sein. Besonders flexibel ist der Überwachungsbereich einer sogenannten PTZ-Überwachungskamera (Pan, Tilt, Zoom). Sie ist aus der Ferne steuerbar und lässt sich schwenken, neigen oder zoomen. Ist die Technik in einem speziellen Dome-Gehäuse untergebracht, ist von außen nicht zu erkennen, wie die Kamera ausgerichtet ist. Weitere Eigenschaften und Funktionen sind integrierte Alarm-Ein- und -ausgänge, Mikrofone, lokale Speichermöglichkeiten des Bildmaterials auf Speicherkarten, intelligente Features wie die Privatzonenmaskierung, Energieversorgung per integriertem Akku, Bewegungsmelder und vieles mehr.

Die wichtigsten Hersteller von Überwachungskamera

Auf dem Markt für Überwachungskameras konkurrieren viele Hersteller. Führend sind Hersteller wie Axis, HIKVision, Hanwha Techwin, Mobotix, Bosch, Avigilon, Flir, Eneo, Videotec, Dahua oder Vivotek. Zum Beispiel der schwedische Hersteller AXIS Communications ist einer der weltweiten Marktführer für Netzwerk-Videoprodukte und der Erfinder der Netzwerkkamera. Das Produktportfolio umfasst professionelle IP-Überwachungstechnik für Systeme jeder Größe und Komplexität. Das Unternehmen Hikvision ist eines der größten Unternehmen in diesem Sektor mit eigener Forschungsabteilung. Es entwickelt und fertigt professionelle Sicherheitstechnik wie smarte IP-Kameras, Netzwerkvideorekorder, Hochgeschwindigkeits-Überwachungskameras und Software für die Analyse und das Management von Überwachungsvideos. Hanwha Techwin ist ein südkoreanisches Unternehmen und spezialisiert auf Geräte wie Überwachungskameras, Videorekorder und IP-Netzwerkgeräte. Das Unternehmen Vivotek hat seinen Hauptsitz in Taiwan. Die professionellen IP-Überwachungslösungen des Herstellers zeichnen sich durch eine gute Integrationsfähigkeit in Netzwerke aus und verwenden neueste Codec-Technologien.

Wie lange dürfen die Videoaufnahmen gespeichertwerden?

Aus Sicht der Aufsichtsbehörden dürfen Daten aus der Videoüberwachung maximal 72 Stunden gespeichert werden. Unter bestimmten Umständen wurde jedoch gerichtlich entschieden, dass auch eine Speicherdauer von einer längeren Frist, 10 Tage, zulässig wäre. Hier entscheidet natürlich der Zweck der Aufzeichnung. Ist dieser nicht begründet, gilt weiterhin die Daten unverzüglich zu löschen (Art. 17 Abs. 1 lit. a DSGVO). Im Hinblick auf die „Datenminimierung“ gemäß Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO und „Speicherbegrenzung“ gemäß Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO bleibt die Rechtslage unverändert.

Ist der Hinweis auf Videoüberwachung wichtig und wann muss man darauf hinweisen?

Durch die DSGVO ist jeder Betreiber einer Videoanlage dazu verpflichtet, die Überwachung umfangreich durch gut wahrnehmbare Schilder an der Kamera und ebenso vor dem überwachten Gebiet kenntlich zu machen. Folgende Anforderungen des DSGVO (Art. 13 Abs. 1 und 2 DSGVO) sind zu beachten:

  • Umstand der Beobachtung – Piktogramm, Kamerasymbol
  • Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen für die Videoüberwachung
  • In Firmen, welche über einen Datenschutzbeauftragten verfügen, müssen dessen Kontaktdaten ebenfalls benannt werden
  • Verarbeitungszwecke und rechtliche Grundlage
  • Angabe des berechtigten Interesses – soweit die Verarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 S.1 lit.f DSGVO beruht
  • Angabe zur Dauer der Aufnahmespeicherung
  • Hinweis (Internetadresse) zu weiteren Pflichtinformationen gem. Art. 13 Abs. 1 u. 2 DS-GVO bezüglich Auskunftsrechts, Beschwerderecht, etc.

    Diese Informationen sind entweder als Infoblatt oder als Aushang für alle Personen, die sich im/am Überwachungsgelände befinden, klar ersichtlich zu machen.



    Welche Rechte haben Täter, die mit Videoüberwachung gespeichert werden?

    Bei einer Videoüberwachung, welche zur Wahrnehmung eines berechtigten Interesses, wie zum Beispiel Schutz des Eigentums, Hausrecht, etc. dient, ist stets zu beachten, dass das Persönlichkeitsrecht der sich in dem Überwachungsareal befindenden Personen nicht verletzt wird. Grundsätzlich ist eine Überwachung, welche die Intimsphäre des Menschen verletzt, zum Beispiel Toiletten, Umkleide, Saunabereich, untersagt. Ebenso ist die Entfaltung der Persönlichkeit zu wahren. Dies betrifft beispielsweise Restaurants, Parks, öffentlich zugängliche Plätze.



    Welche Maßnahmen müssen getroffen werden, um die persönlichen Daten und Rechte des Täters zu schützen?

    Die Daten einer Videoüberwachung sind unverzüglich zu löschen, sobald sie nicht mehr erforderlich sind. Dies wäre der Fall, wenn die Aufnahmen nicht weiter zu Zwecken einer Beweissicherung benötigt werden. Beispielsweise Tankstellenüberwachung. Ist es zu keinem Überfall oder Diebstahl gekommen, sollten die Daten nicht länger als 72 Stunden gespeichert werden. Eine längerfristige Speicherung ist nur dann möglich, wenn der externe Datenschutzbeauftragte berechtigte Gründe hierfür aufweisen kann, zum Beispiel zur Beweissicherung.

    Es ist unverzichtbar, auf eine Videoüberwachung mit Hilfe entsprechender Schilder oder Symbole hinzuweisen. Dabei muss nach den Vorschriften der DS-GVO auch angegeben werden, durch wen die Videoüberwachung vorgenommen wird, zu welchem Zweck sie eingesetzt wird, wie der Datenschutzbeauftragte kontaktiert werden kann und wie lange die aufgezeichneten Daten gespeichert werden.

    Vor der Inbetriebnahme einer Kameraanlage muss überprüft werden, für welche Bereiche und zu welchen Uhrzeiten eine Überwachung erforderlich ist. Hier gilt abzuwägen, ob eine Videoaufzeichnung tatsächlich nötig ist, beispielsweise bei regelmäßigem Diebstahl, oder ob ein Live-Monitoring ausreicht. Zu berücksichtigen ist auch, ob eine permanente Überwachung oder nur eine Überwachung außerhalb der Geschäftszeiten sinnvoll ist.



    Rechtslage und Datenschutz bei der öffentlichen Überwachung

    Um die Beobachtung öffentlicher Bereiche, wie Bahnhöfe, Flugplätze, Schulen, Parkanlagen, Verkehrsflächen etc. zu begründen, müssen die Auflagen des Datenschutzes bei der Videoüberwachung sowie § 4 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG-neu) eingehalten werden. Eine Überwachung im öffentlichen Bereich ist nur dann zulässig, wenn ein konkreter Zweck und ein konkretes Ziel hiermit verbunden ist. Die Gründe, um eine Videoüberwachung in einem öffentlichen Bereich zu installieren dienen dazu, Gefahrenquellen zu überwachen, Täter zu ermitteln, Sachbeschädigungen aufzuklären. Eine Videoüberwachung öffentlicher Bereiche muss stets gesetzeskonform installiert und betrieben werden. Sie wird ausschließlich zur Aufgabenerfüllung von öffentlichen Stellen zur Hilfe genommen. Auch hier gilt, eine Transparenz der Datenerhebung und eine Kenntlichmachung der Videoüberwachung einzuhalten. Die gesetzlichen Grundlagen, die für die Gegner der öffentlichen Videoüberwachung überwiegend sind, sind mindestens genau so umfassend wie die Regularien selbst und decken unter anderem verschiedene Bereiche des Persönlichkeitsrechts ab.

  • Recht am eigenen Bild
  • Grundrecht der freien Persönlichkeitsentfaltung
  • Recht auf informationelle Selbstbestimmung
  • Strafgesetzbuch
  • Bundesdatenschutzgesetz und Datenschutzgrundverordnung
  • Landesdatenschutzgesetz

    Bei einer Videoüberwachung im öffentlich zugänglichen Bereich ist es unabdingbar, genauestens alle Gegebenheiten abzuwägen zwischen Ziel und Zweck der Überwachung, Aufgabenerfüllung, und Persönlichkeitsrecht.



    Videoüberwachung im Gewerbe und in Privathaushalten

    Videotechnik wird zunehmend auch im gewerblichen und privaten Bereich eingesetzt. Eine einfache Handhabung, digitale Übertragungswege, die Vernetzung der Technik, günstige Preise oder monatliche Servicepauschalen machen die Anschaffung einer Videoaufzeichnung- oder Alarmanlage als Sicherheitssystem für Gewerbe sowie Privathaushalte gleichermaßen attraktiv. Alle Installationen müssen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Gerade bei Eigeninstallationen von Videotechnik oder Alarmanlagen kann es zu Fehlern kommen, die nicht den rechtlichen Grundlagen der deutschen Gesetzgebung entsprechen. Bei jeder Installation muss berücksichtigt werden, wo die Kamera angebracht werden kann, um keine unbefugten Bereiche im Sichtfeld zu haben, etwa das Grundstück des Nachbarn oder eine öffentliche Straße. Ebenfalls ist eine Tonaufnahme grundsätzlich nicht zulässig und verboten.

    Gebäude oder Grundstücke, die unter den Privatbesitz fallen, werden vom DSVGO nicht eindeutig implementiert. Dementsprechend lässt sich annehmen, dass auf dem eigenen Privatgelände der Inhaber tun und lassen kann, was er möchte und somit auch nach eigener Vorstellung Überwachungssysteme installieren und betreiben darf. Dennoch ist ein privater Bereich nicht immer ein rechtsfreier Raum. Der Privatmann, der beispielsweise ein Kamerasystem nutzt, um den Babysitter heimlich zu überwachen oder unautorisiertes Betreten aufzuzeichnen, um sich auf diese Weise gegen Einbrecher schützen zu können, muss dies auch deutlich kenntlich machen. Zum Beispiel durch ein oder mehrere Schilder im sichtbaren Bereich, das darauf hinweist, dass das unberechtigte Betreten des Grundstücks oder Objektes untersagt ist und das Gelände/Objekt elektronisch durch eine permanente Videoüberwachung geschützt wird. Mit sichtbarem Bereich meinen wir, nicht unten rechts an der Tür wo kaum jemand hinschaut, sondern in Sichthöhe, so dass die Person vor Betreten des Geländes/Objektes entscheiden kann, möchte ich aufgenommen werden oder nicht. D.h. möchte ich nicht aufgenommen werden, kann ich entscheiden ob ich überhaupt den Bereich betrete. Dafür ist die richtige Anbringung (für jeder Mann erkenntlich) des Sicherheitshinweisschildes von größter rechtlicher Wichtigkeit.

    Die Tonaufnahme auf Privatgelände/Objekt ist grundsätzlich nur dann erlaubt, wenn Sie absolut ausschließen können, dass die Tonaufnahme nur von Ihren Familienmitgliedern gemacht werden und diese nicht außerhalb Ihres Privatbesitzes greifen. Beispielsweise, Sie haben eine Kamera, die zwar an Ihre Terrassenwand angebracht ist, aber in den Aufnahmen oder Live Übertragung der Nachbar nebenan, der sich mit seiner Frau streitet zu hören ist. Ebenfalls wenn die Straße zu nahe an der Kamera ist und Tonaufnahmen von den Passanten erfasst werden können. Solche Aufnahmen oder Tonübertragungen sind nicht zulässig und verboten. Beachten Sie, dass solche Verstöße sehr hohe Geldbußen zu Folge haben können. Ebenfalls ist Beispielsweise eine Videoüberwachung des Hausflures, der Hauseingangstür oder anderen gemeinschaftsbezogenen Bereichen in einem Mehrparteienmiethaus grundsätzlich verboten und verstößt gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Diese Bereiche sind für alle Mieter zugänglich und fallen nicht unter den alleinigen Hoheitsbereich eines Mieters oder seinem alleinigen Hausrecht. Beachten Sie, dass solche Verstöße sehr hohe Geldbußen nach sich ziehen können.