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Netzwerkvideorekorder

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Netzwerkvideorekorder

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                                  RATGEBER


                                  Inhalt des Ratgebers Netzwerkvideorekorder (NVR)

                                  WAS IST EIN NVR NETZWERKVIDEOREKORDER (NVR)? 

                                  Ein Netzwerkvideorekorder (NVR) ist ein Aufzeichnungsgerät, das die gesendeten Videostreams (Bilder) von Netzwerk- Überwachungskameras oder WLAN-Überwachungskameras die an dem gleichen Netzwerk wie der NVR angebunden sind, auf eine oder mehrere Festplatten (HDD) aufnimmt. Der Netzwerkrekorder kann alle Arten von Überwachungskameras, seien es Analoge- oder HD Überwachungskameras, die über einen Medienkonverter an das Netzwerk angeschlossen sind, aufnehmen.
                                  Der Netzwerkvideorekorder (NVR) fungiert meistens als die Zentraleinheit einer Videoüberwachung, worüber nicht nur die Live Bilder oder Aufnahmen der Überwachungskameras eingesehen, sondern diese über den NVR auch gesteuert werden können. Der Netzwerkvideorekorder besitzt ein eigenes Betriebssystem, das alle Funktionen steuert und die Benutzeroberfläche für den Anwender oder Administrator bereitstellt. Maus und Tastatur lassen sich hierfür in der Regel direkt am Netzwerkvideorekorder anschließen. Zusätzlich können sich Nutzer über das Netzwerk von ihrem Rechner aus mit dem Netzwerkvideorekorder verbinden. Eine grafische Benutzeroberfläche gestattet eine intuitive Bedienung und Konfiguration des Geräts. Auch der Speicher und das Aufnahmearchiv können über diesen Weg verwaltet werden. Für alle vorhandenen Überwachungskameras im System besteht die Möglichkeit individuelle Aufnahmeeinstellungen wie Aufnahmestundenpläne oder Bewegungsaktivierung in der Programmierung des NVR`s einzurichten.

                                  Anwendungsbereiche für einen Netzwerkvideorekorder (NVR)

                                  Die Netzwerkvideorekorder (NVR) werden überwiegend im Bereich der Videoüberwachung für Aufnahmen, Livebilddarstellung und Steuerung der Überwachungskameras in privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereichen, wo eine Überwachung notwendig wird, eingesetzt. Ein Netzwerkvideorekorder (NVR) kann auch in der mobilen Videoüberwachung wie beispielsweise Bus und Bahn gegen Vandalismus und für die Sicherheit der Fahrgäste eingesetzt werden. Diese Netzwerkvideorekorder (NVR) sind speziell gegen Vibrationen nach EN50155 geschützt. Der Netzwerkvideorekorder kann durchaus auch über den Alarm- oder die Eingänge an eine Alarmanlage oder Brandmeldeanlage angeschlossen werden und erzeugt somit zusätzlich zu der Alarmierung des Bewegungsmelders oder Rauchmelders eine visuelle Darstellung der Sachlage vor Ort.


                                  Welche Netzwerkvideorekorder- Typen gibt es? 

                                  Netzwerkvideorekorder (NVR) mit PoE 

                                  Die Netzwerkvideorekorder (NVR) sind von verschiedenen Herstellern mit PoE (Power over Ethernet) und ohne PoE erhältlich. Grundsätzlich erzeugen die mit PoE ausgestatteten Netzwerkvideorekorder (NVR) ein Strombudget von bis zu 15 Watt pro Port. Preis und Herstellerabhängig ist eine bis zu 30 Watt Stromversorgung pro Port ebenfalls möglich, allerdings werden PoE Ports von dem NVR gebündelt. Das bedeutet, dass es wichtig ist, darauf zu achten, wie das gesamte PoE Budget des NVR`s in dem Datenblatt des Herstellers angegeben ist. 

                                  Ein Rechenbeispiel anhand der Herstellerangaben: 

                                  16 Kanal NVR mit 250 Watt PoE Budget bis zu 30 Watt pro Kanal. Um 16 Überwachungskameras mit Strom versorgen zu können, dürfen die Kameras nicht mehr als 15,4 Watt pro Kamera an Strom verbrauchen. Befindet sich nur eine Überwachungskamera, wie zum Beispiel eine PTZ 360° Dome die öfter mehr Strom benötigt, an dem NVR angeschlossen, wird diese von dem NVR priorisiert, indem der Netzwerkvideorekorder (NVR) zwei PoE Port bündelt. Folge dessen, werden für die Versorgung der PTZ zwei PoE Ports benötigt und der zweite Port, der für die PTZ gebündelt ist, ist dementsprechend nicht mehr in der Lage die Überwachungskamera, die an dieisem Port angeschlossen ist mit Strom zu versorgen. Allerdings ist die weitere Verarbeitung der Daten an den gebündelten Port weiterhin möglich, vorausgesetzt die an den Port angeschlossene Überwachungskamera ist anderweitig, sei es anhand eines PoE-Injektors, mit Strom versorgt. Achtung! Viele Netzwerkvideorekorder mit PoE können die maximale Distanz der Stromversorgung der Überwachungskamera bis zu 90 Meter nicht darstellen. Oft liegt die Versorgungsdistanz zwischen 30 und 60 Meter, daher bitte das Herstellerdatenblatt beachten oder sich vor dem Kauf beraten lassen.    

                                  Unser Tipp: Netzwerkvideorekorder (NVR) mit PoE Stromversorgung werden von uns meistens nur für kleinere Überwachungssysteme, welche die gleichen Überwachungskameramodelle beinhalten empfohlen. Durch die vorhandenen PoE Ports des NVR`s können bei der Montage viele PoE Injektoren gespart werden und somit den Einbau vereinfachen. Für komplexere Überwachungssysteme die verschiedene Überwachungskameramodelle, wie zum Beispiel PTZ  360° Dome oder Kameras mit Heizung beherbergen, empfehlen wir mit PoE- Injektoren, oder mit einem geeigneten Switch zu arbeiten.    

                                  Netzwerkvideorekorder (NVR) ohne PoE   

                                  Ein NVR ohne PoE kann die daran angeschlossenen Überwachungskameras trotzt der vorhandenen Ports nicht mit Strom versorgen. Solche NVR`s werden meistens von Überwachungssets benutzt, bei denen die Kameras oftmals jeweils über DC von der Steckdose mit Strom versorgt werden. In der Regel besitzen Netzwerkvideorekorder (NVR) ohne PoE keine Kamera-Ports, sondern ein oder mehrere Netzwerk- Ports womit der Netzwerkvideorekorder (NVR) an einem Netzwerk angeschlossen werden kann und beliebige Überwachungskameras, welche innerhalb des Netzwerkes auffindbar sind, implementiert werden können. Diese Art von Netzwerkvideorekorder (NVR) in Zusammenarbeit mit einem Switch werden meistens im Bereich der professionellen Videoüberwachung verbaut. 

                                  Unser Tipp:  Um komplexere Videoüberwachungsanlagen effizient realisieren zu können, empfehlen wir grundsätzlich Netzwerkvideorekorder (NVR) mit reinem Netzwerkanschluss und ohne jede Art von Kamera-Ports. Die Zuverlässigkeit und vor allem die Flexibilität der Überwachungsanlage steigt um das Mehrfache. 

                                  Netzwerkvideorekorder (NVR) mit PoE, ohne PoE, Vor- und Nachteile im Vergleich

                                  Die Netzwerkvideorekorder (NVR) mit PoE sind im Gegensatz zu den NVR`s ohne PoE bequemer, was die Anschließung einer Überwachungskamera betrifft, allerdings sind sie auch teurer in der Anschaffung. Grundsätzlich sind PoE gestützte Netzwerkrekorder anfälliger, da diese nicht nur die Daten der Überwachungskameras verarbeiten müssen, sondern auch mit der Stromversorgung derer beschäftigt sind. In dem Bereich der professionellen Videoüberwachung gilt die Regel, dass es grundsätzlich effektiver ist die Stromversorgungen der Überwachungskameras durch einen Switch von dem Rekorder zu trennen. Der Netzwerkvideorekorder ohne PoE ist zwar im Gegensatz zu einem mit PoE günstiger in der Anschaffung, jedoch durch den Zukauf eines Switches gleichen sich die Ausgaben aus. 

                                  Der Vorteil des Netzwerkvideorekorders ohne PoE liegt an der überlegenen Flexibilität innerhalb des Netzwerks und an der stabileren Funktionalität. 

                                  Fazit: Für größere Videoüberwachungsanlagen ab 8 Überwachungskameras sind die Netzwerkvideorekorder ohne PoE viel effizienter und langlebiger. Für kleinere Videoüberwachungssysteme, bei denen die Überwachungskameras vom gleichen Typ nicht weit weg von dem NVR montiert sind, ist der Netzwerkvideorekorder mit PoE eine bequeme Alternative zur Realisierung einer Videoüberwachungsanlage.


                                  Programmierung und Zugriffsmöglichkeiten auf einen Netzwerkvideorekorder (NVR) 

                                  Der Netzwerkvideorekorder (NVR) wird direkt über seinen Netzwerkanschluss mit dem LAN verbunden und ist in der Lage, im Netzwerk befindliche Überwachungskameras, sofern diese ONVIF fähig sind, zu erkennen. Manche System NVR´s die Systemgebunden sind (können nur eigene Systemkameras verwalten), sind mit einer automatischen Kamerainstallation ausgestattet (Plug and Play) und integrieren die an den NVR angeschlossenen Kameras automatisch, so dass ein Kamerabild auf dem Monitor sofort zu sehen ist.  Auch drahtlos per WLAN mit dem Netzwerk verbundene IP-Kameras lassen sich problemlos mit dem Netzwerkvideorekorder (NVR) nutzen. 

                                  Der Netzwerkvideorekorder (NVR) hat den Vorteil mehrere Zugriffmöglichkeiten für den Nutzer technologisch zu ermöglichen. 


                                  Lokaler Zugriff auf den Netzwerkvideorekorder (NVR) 

                                  Für die direkte Anzeige der gelieferten oder aufgezeichneten Bilder sind die modernen Netzwerkvideorekorder (NVR) mit ein oder zwei HDMI Ausgängen ausgestattet. Der erste HDMI Ausgang wird für die Bildhauptdarstellung auf dem Hauptmonitor von dem Netzwerkvideorekorder (NVR) bereitgestellt und erreicht eine Auflösung von 4K UHD. Der zweite HDMI Ausgang, der sogenannte Spotmonitor, hat meisten eine Auflösung von 2 Megapixel Full- HD und wird nur als reine Bilddarstellungsoption aller Kameras genutzt. Über den Spotmonitor ist eine Steuerung des NVR`s nicht möglich. Mit dem Hauptmonitor HDMI Ausgang ist von einer einzelnen Darstellung einer Überwachungskamera bis hin zu einer Mehrfachdarstellung, Multiplexe- Darstellung genannt, mit bis zu 64 Kameras simultan, realisierbar. Sämtliche Einstellungen und Steuerungen des NVR`s sind über den lokalen Zugriff möglich. Ebenfalls ist bei den meistens NVR`s ein simultaner Aufnahmeabruf von bis zu 4 Kameras über den lokalen Zugriff, je nach Rekorder- Art, darstellbar. Leider ist eine Programmierung einer IP-Kamera über den NVR trotz ONVIF Fähigkeit dessen oft gar nicht oder nur beschränkt möglich.


                                  Fernzugriff auf den Netzwerkvideorekorder (NVR) über den Browser

                                  Grundsätzlich gelten bei dem Zugriff über den Browser die gleichen Zugriffsmöglichkeiten wie bei dem lokalen Zugriff, allerdings sind dafür ein paar Faktoren zu beachten. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel die Art des Browsers und des Betriebssystems. Das Betriebssystem soll je nach Sicherheitskonfiguration als Administrator ausgeführt werden, um die notwendigen Plug-Ins für die Bilddarstellung laden zu können. Der Vorteil für einen Zugriff über den Browser ist, dass damit unabhängig vom Standort ein weltweiter Zugriff auf die gesamte Videoüberwachungsanlage über den NVR ermöglicht wird.


                                  Mobiler Fernzugriff auf den Netzwerkvideorekorder (NVR) über eine APP

                                  Alle renommierten Hersteller bieten eine APP an und ermöglichen damit den mobilen Zugriff auf einen oder mehrere NVR`s über Handy, IPad oder sonstige mobile Geräte. Die dafür benötigte APP (Software) ist je nach Betriebssystem, ob Android oder IOS, in den Google Play oder APP Stores zum Download vorhanden. Um die volle Funktionalität des Systems erreichen zu können, wird die jeweilige APP des Herstellers empfohlen und keine allgemeine APP für Videoüberwachung. Die Einrichtung des mobilen Zugriffs über die APP ist meistens intuitiv gestaltet. Jedoch in manchen Fällen, vom Hersteller abhängig, bedarf diese ein wenig technisches Verständnis und gute Kenntnisse über das mobile Geräte, worauf die APP funktionieren soll. Eine sehr hilfreiche Funktion bei einem APP Fernzugriff sind die Push Nachrichten die bei einer Alarmierung des Videoüberwachungssystems auf dem Handy akustisch und visuell, je nach Einstellung, direkt darauf aufmerksam machen. Die meisten Hersteller ermöglichen bei dem Fernzugriff über die APP nicht nur die Ansicht der Livebilder, sondern auch der Aufnahmen. Die Qualität der bereitgestellten Videostreams ist oft abhängig von der Upload Geschwindigkeit des Standortes wo der NVR sich befindet und natürlich auch von der Download Geschwindigkeit des GSM Netzwerkes vor Ort woher die Daten abgerufen werden. So gesehen stellt der Videodatenabruf über eine APP eine bequeme Möglichkeit dar, alles aus der Ferne jederzeit und von überall auf der Welt im Blick zu behalten. Der Nachteil an dem APP basierenden Videodatenabruf liegt oft an dem Abrufdienst der meistens Cloud basiert ist und sich im Ausland befindet. Dementsprechend ist darauf zu achten, welche APP benutzt wird und wo und von wem der dafür notwendige Dienst gehostet ist. In den APP`s die von renommierten Herstellern für solche Fernzugriffe bereitgestellt werden, werden die Dienste sowie der Standort der Cloud immer deklariert. Es wird empfohlen ausschließlich APP`s mit in der EU oder Deutschland gehosteten Dienste zu benutzen. Schließlich möchte niemand seine Videodaten im Internet für nicht befugte sichtbar machen.

                                  Interessant ist dabei zu wissen, dass in manchen Fällen, wie zum Beispiel bei einer gewerblichen Videoüberwachung, je nach Einstellung der Überwachungskameras, der Fernzugriff über die APP nicht DSGVO konform ist.


                                  Fernzugriff auf dem Netzwerkvideorekorder über eine VMS (Video Management Software)

                                  Eine VMS (Video Management Software) ermöglicht den Fernzugriff auf eine oder mehrere NVR´s unabhängig von deren Standort. Der Vorteil des Fernzugriffs über eine VMS (Video Management Software) liegt in der Möglichkeit der simultanen Livedarstellung mehrerer NVR`s und deren Überwachungskameras auf einem oder mehreren Monitoren (Videowall). Im Bereich der professionellen Videoüberwachung ist die Implementierung mehrerer NVR`s aus verschiedenen Standorten über eine VMS, eine effiziente Möglichkeit um eine multiple Videoüberwachungslösung für beispielsweise eine Einsatzleitstelle zu realisieren.


                                  Aufnahmemöglichkeiten mit einem Netzwerkvideorekorder (NVR)

                                  Der Netzwerkvideorekorder (NVR) besitzt zur Aufzeichnung des Videomaterials ein oder mehrere Festplatten, die den Speicherplatz zur Verfügung stellen. Je nach Typ des NVR`s und Anzahl der Festplattenschnittstellen (SATA Interfaces) kann die Speicherkapazität von 1TB bis hin zu 12 Terabyte pro Festplattenschnittstelle betragen. Um mit dem vorhandenen Plattenplatz möglichst effektiv umzugehen, beherrschen alle modernen NVR´s verschiedene Komprimierungsverfahren H265 oder H265+. Je nach Auflösung der Kameras, Aufnahmequalität, Bewegung im Bild und Komprimierungsverfahren, lassen sich so oft viele hundert Stunden Videomaterial aufzeichnen und archivieren. Der von den Festplatten (HDD) bereitgestellte Speicherplatz ist günstig und kann bei Bedarf fast beliebig erweitert werden. Auch das Handling der Festplatten und das Sichern der Daten auf weiteren externen Medien ist wenig aufwendig. Da die Daten strukturiert und in digitaler Form abgelegt sind, lassen sich selbst große Archive einfach verwalten. Binnen kürzester Zeit sind gesuchte Aufnahmen gefunden und können direkt abgespielt oder analysiert werden. Für die zusätzliche Sicherung der Daten auf einem externen Medium, verfügen die Netzwerkvideorekorder (NVR) zudem über Schnittstellen, mit denen sich ein oder mehrere NAS (Massenspeichergerät) als zusätzliche externe Speichermedien anschließen lassen. Die Aufnahmen- sowie Löschungszeiten lassen sich bei allen etablierten Herstellern pro Kanal und Überwachungskamera individuell einstellen.


                                  Videoanalyse mit einem Netzwerkvideorekorder (NVR)

                                  Die modernen Netzwerkvideorekorder renommierter Hersteller sind heutzutage mit hochentwickelter auf KI (Künstliche Intelligenz) basierten Videoanalyse ausgestattet. Angefangen von Kennzeichenerkennung und Klassifizierung bis hin zu Gesicht-Identifizierung und Tracking, können die NVR`s multiple Analyseaufgaben präzise verarbeiten und steigern damit die Effektivität des Videoüberwachungssystems exponentiell. Vorhandene Überwachungskameras im System, die keinerlei Intelligenz besitzen, werden dank des intelligenten NVR in ihren Überwachungsaufgaben, auf das gesamte Überwachungssystem betrachtet, stark aufgewertet. Die Überwachungskameras als Auge der Videoüberwachung liefern die Bilder und der Netzwerkvideorekorder, der als Gehirn fungiert, analysiert und entscheidet über die möglichen Maßnahmen wie beispielsweise eine Alarmierung. Dadurch werden die Zahlen der Fehlalarmierung für die gesamte Videoüberwachungsanlage auf ein Minimum reduziert.

                                  Dank des intelligenten Netzwerkvideorekorders kann das Videoüberwachungssystem mit multipler Überwachung und Schutzaufgaben wie Türen und Schranken öffnen, oder einen Unbefugten auf dem Gelände erkennen, beauftragt werden.


                                  Worauf muss ich bei dem Kauf eines Netzwerkvideorekorders achten? 

                                  Der Kauf eines Netzwerkvideorekorders ist davon abhängig, wie viele Überwachungskameras mit welcher Auflösung jeweils und welche man an den Netzwerkvideorekorder anschließen möchte. Die Anzahl der Kameras, die an einem Netzwerkrekorder angeschlossen werden können, richtet sich immer nach dem Kameratyp und Auflösung der Überwachungskamera. Was den Kameratyp angeht, macht es einen großen Unterschied, ob eine Bullet, eine Panorama oder Multidirektionale Überwachungskamera an dem Netzwerkvideorekorder angeschlossen wird.

                                  Eine Multidirektionale Überwachungskamera mit 4 Bildsensoren (Objektive) belegt 4 Kanäle in dem Netzwerkvideorekorder. D.h. von den vorhandenen 16 Kanälen des NVR`s werden von einer einzigen Überwachungskamera vier belegt. Für eine Panorama Überwachungskamera gelten die gleichen Regeln, mit dem Unterschied, dass durch das Panoramabild, je nach Auflösung, diese durchaus Jumboframes (bis 9000 Bytes) erzeugen kann. Da die normalen Frames eine maximale Größe bis nur 1500 Bytes erreichen, muss der NVR für die Datenverarbeitung einer Jumboframe geeignet sein. Wird dazu noch eine PTZ DOME 360° zusätzlich an den Netzwerkvideorekorder angeschlossen, die je nach Aufgabe (Tracking) eine variable Datenmenge erzeugen kann, ist auf die Mbps Anzahl (Megabit pro Sekunde) zu achten, was der NVR als „ankommende Daten“ (incoming Bandwidth) verarbeiten kann. Daher sollte man nicht davon ausgehen, wenn der Netzwerkvideorekorder 16 CH hat auch 16 CH Überwachungskameras daran angeschlossen werden können. Die Auflösungen der jeweiligen Überwachungskameras sind ebenfalls für die einwandfreie Funktionalität des NVR in der Bilddarstellung maßgeblich.


                                  Bedeutung wichtiger technischer Begriffe für einen Netzwerkvideorekorder, die man vor dem Kauf verstehen soll

                                  Incoming Bandwidth: Damit werden die Werte beschrieben, wieviel Mbps (Megabit pro Sekunde) an Datenvolumen der NVR verarbeiten kann. 

                                  Ein Tipp von uns: Es bringt nicht viel die Überwachungskamera in der Einstellung zwar auf eine variable Datenübertragung zu stellen, aber dafür in der Auflösung auf die höchste Stufe. Da der NVR nur eine begrenzte Mbps Anzahl verarbeiten kann, ist die Einstellung der jeweiligen Kameras, je nach Priorisierung (Wichtigkeit) zu berücksichtigen und auf variabel und eine bis zwei Stufen unterhalb der besten Qualität einzustellen. Überwachungskameras die hohe Priorität in der Videoüberwachungsanlage haben, wie beispielsweise für Parkplatzüberwachung, können durchaus auf die höchste Bildqualität einprogrammiert werden. Dafür kann die Kamera im Keller, die nicht dauerhaft die beste Qualität benötigt auf die mittlere Stufe eingestellt werden.

                                  Outgoing Bandwidth: Damit wird beschrieben wieviel Mbps der NVR für den Fernzugriff beispielsweise über eine VMS (Video Management Software) bereitstellen kann. Aus diesen Werten resultieren die simultanen möglichen Fernzugriffe. 

                                  Recording Resolution: Mit diesem Wert wird angegeben in welchen Auflösungen wie beispielsweise 12 MP/8 MP/6 MP/5 MP/4 MP/3 MP/1080p/UXGA/720p/VGA/4CIF/DCIF/ 2CIF/CIF/QCIF der NVR aufnehmen kann. 

                                  IP Video Imput: Diese Angaben beschreiben bis wieviel Megapixel der NVR pro Kanal mit einer Überwachungskamera bestückt werden kann. 

                                  Capability: Dieser Wert seht für die Fähigkeit des NVR simultane Bilder in einer bestimmten Auflösung darstellen zu können. Ein Beispiel für einen 16 Kanal NVR: 4-ch in 4K UHD, oder 16-ch in 1080p.

                                  PoE Interface: Diese Angaben sind wichtig, wenn man die Überwachungskameras über den NVR mit Strom versorgen möchte. Die gesamte Leistung der PoE Ports zum Beispiel: 200 Watt. Die maximale bereitgestellte Leistung pro Port: IEEE 802.3 af/at. Die Bezeichnung AF steht für eine maximale Leistung von bis zu 15,4 Watt und die AT für bis zu 30 Watt.

                                  Wichtig zu beachten: Wenn ein Netzwerkvideorekorder 16 Kanal und eine PoE Gesamtleistung von 200 Watt besitzt, kann dieser nur maximal 6 Kanäle mit 30 Watt (AT) mit Strom versorgen.

                                  Fazit: Um den für die eigene Überwachungstechnik passenden Netzwerkvideorekorder aus der Vielfalt der Geräte und Hersteller auszuwählen, sind vor allem die Anzahl und die gewünschte Auflösung der benötigten Überwachungskameras, Kameratyp und die Speicherkapazität entscheidend. Der Netzwerkvideorekorder sollte so dimensioniert sein, dass er auch bei einer Erweiterung der Überwachungsanlage, im Betreff auf die Auflösung,  oder ob zusätzliche Überwachungskameras verwendet werden können nicht ersetzt werden muss. Auch in puncto Speicherplatz sollte je nach Anwendungsbereich auf eine flexible Erweiterbarkeit geachtet werden. Die Vorteile des Netzwerkvideorekorders liegen in seiner Flexibilität, der einfachen Handhabung und der vollständigen Integration in das vorhandene Netzwerk. Die Überwachungstechnik lässt sich dadurch mit wenig Aufwand installieren und ist sehr schnell einsatzbereit. Dank der Möglichkeit auf den Netzwerkvideorekorder von beliebigen netzwerkfähigen Geräten aus zuzugreifen, ist die Administration und Nutzung der Geräte besonders variabel. Entdecken Sie die große Auswahl an Netzwerkvideorekordern bei uns im Online-Shop und finden Sie auch für Ihre Überwachungstechnik die passende Lösung! Für eine eingehende Beratung stehen Ihnen unsere Techniker gerne zur Verfügung.


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                                  Bogdan Tamasan

                                  Bogdan Tamasan

                                  Herr Bogdan Tamasan ist seit 1994 in der Sicherheitsbranche tätig und seit 2011 Geschäftsführender Gesellschafter der ESA Group German Protect mit über 27-jähriger Erfahrung im Bereich Sicherheitstechnik, Schutz, Prävention, Planung und Projektentwicklung. In seiner Tätigkeit als Sicherheitsberater für verschiedene Konzerne und Institutionen europaweit, konnte sich Herr Tamasan in dieser langen Zeitspanne eine fundierte und praxisnahe Erfahrung und Wissen aneignen, welches von Jahr zu Jahr durch verschiedene System- und Partnerzertifizierungen vertieft wurde. Ein kleiner Auszug seiner Zertifizierungen: Axis Solutions Partner, Hikvision Professional Partner, Vivotek Expert, Hanwha Security Engineering, Mobotix Advanced Partner, Avigilon Partner, Sony Video Security Gold Partner, Flir Partner, Eneo System Integrator, Bosch Partner, Seetec Professional, Milestone Partner, Wave Professional, Aimetis Certifed, zertifizierter Telenot Facherrichter und Stützpunkt, Planung und Einbau von Einbruchmeldeanlagen nach VdS 2311 und VDE 0833, Videofied zertifizierter Partner, Risco Certified, Jablotron zertifizierter Partner, Ajax zertifizierter Partner, rayTec Professional SimonsVoss Partner usw.