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Ratgeber Videoüberwachung: Alles zur Auswahl der richtigen Videotechnik, möglicher Funktionen, zu erwartender Kosten und den besten Herstellern


 

Das Wesentliche in Kürze

Videoüberwachung erklärt von German Protect Facherrichter aus Speyer DeutschlandDie Videoüberwachung stellt eine wesentliche Komponente von Sicherheitskonzepten dar und kommt in den verschiedensten Situationen und für eine Vielzahl von Anwendungsgebieten zum Einsatz.

Ein System zur Videoüberwachung besteht aus Komponenten der folgenden vier Kategorien:

Für bestimmte Anwendungszwecke eignen sich außerdem komplette Sets zur Videoüberwachung, in denen die benötigen Komponenten bereits enthalten sind. Um eine für die jeweiligen Bedürfnisse geeignete Videoüberwachung gewährleisten zu können, muss zunächst geklärt werden, welche genauen Anwendungsszenarien abgedeckt werden sollen und welche Anforderungen es vor Ort gibt. Daraus lassen sich die jeweils benötigten Systemkomponenten ermitteln. 

Wichtig ist dieser Hinweis: Keine Systemkomponente wie zum Beispiel eine Überwachungskamera oder ein Netzwerkrekorder ist in der Lage, alle Szenarien und Anwendungen abzudecken. Daher ist die Auswahl der geeigneten Bausteine für eine Videoüberwachung ein unerlässlicher Schritt, bei dem wir Ihnen als Facherrichter von Überwachungsanlagen aufgrund unserer langjährigen Erfahrung beratend zur Seite stehen können.

Das Wesentliche in Kürze

Die Videoüberwachung stellt eine wesentliche Komponente von Sicherheitskonzepten dar und kommt in den verschiedensten Situationen und für eine Vielzahl von Anwendungsgebieten zum Einsatz.

Videoüberwachung erklärt von German Protect Facherrichter aus Speyer Deutschland


Ein System zur Videoüberwachung besteht aus Komponenten der folgenden vier Kategorien:

Für bestimmte Anwendungszwecke eignen sich außerdem komplette Sets zur Videoüberwachung, in denen die benötigen Komponenten bereits enthalten sind. Um eine für die jeweiligen Bedürfnisse geeignete Videoüberwachung gewährleisten zu können, muss zunächst geklärt werden, welche genauen Anwendungsszenarien abgedeckt werden sollen und welche Anforderungen es vor Ort gibt. Daraus lassen sich die jeweils benötigten Systemkomponenten ermitteln. 

Wichtig ist dieser Hinweis: Keine Systemkomponente wie zum Beispiel eine Überwachungskamera oder ein Netzwerkrekorder ist in der Lage, alle Szenarien und Anwendungen abzudecken. Daher ist die Auswahl der geeigneten Bausteine für eine Videoüberwachung ein unerlässlicher Schritt, bei dem wir Ihnen als Facherrichter von Überwachungsanlagen aufgrund unserer langjährigen Erfahrung beratend zur Seite stehen können.


FAQs zur Videoüberwachung

Ist Videoüberwachung erlaubt?

Videoüberwachung ist auf dem eigenen Grundstück bzw. im privaten Umfeld erlaubt. Auch in Betrieben und auf öffentlichen Plätzen kann eine Videoüberwachung zulässig sein, wenn die Notwendigkeit dazu besteht. Diese sollte im Einzelfall geprüft und dokumentiert werden. Es muss also geklärt werden, ob ein berechtigtes Interesse an einer Videoüberwachung besteht und ob es nicht mildere Mittel gibt, um diesem Interesse zu genügen.

Tonaufnahmen sind nicht zulässig.

Ist Videoüberwachung mit Ton erlaubt?

Gemäß §201 des Strafgesetzbuchs sind Videoüberwachungsaufnahmen mit Ton verboten und verletzen gravierend die Persönlichkeitsrechte der überwachten Person.
Moderne Überwachungskameras heutzutage sind oft mit einem integrierten Mikrofon ausgestattet das eine Tonübertragung und dadurch eine Videoaufnahme mit Ton ermöglicht.
So entsteht die Möglichkeit zusätzlich zu den Bildern die zur Überwachung dienen sollen, auch das Gespräch aufzunehmen wodurch direkt oder indirekt die Privatsphäre der anwesenden Personen verletzt wird. Direkt, indem das gesprochene überwiegend in keiner Relation mit der Überwachungsaufgabe in Zusammenhang steht. Indirekt, indem Personen, die sich zufällig in dem Erfassungsbereich der Überwachungskamera befinden, wie beispielsweise Nachbarn oder Passanten sowie Kunden, die mit ihrem Mobiltelefon telefonieren und eigentlich unbeteiligt und dementsprechend für die Überwachung irrelevant sind, in ihrem Persönlichkeitsrecht durch die Tonaufnahme verletzt werden.
Es ist zu bedenken, dass die modernen Überwachungskameras oft mit integrierten Hochleistungsmikrofonen ausgestattet sind die eine Tonaufnahme auch außerhalb des Bildbereiches der IP Kamera erlauben. So können beispielsweise Nachbarn auf ihrer Terrasse mit Ton aufgenommen werden und das, obwohl die Überwachungskamera in einer ganz anderen Richtung, um ihre Überwachungsaufgaben zu erledigen, ausgerichtet ist.

Muss auf die Videoüberwachung hingewiesen werden?

Es ist zu empfehlen, Besucherinnen und Besucher eines überwachten Grundstücks mithilfe eines deutlich sichtbaren Schildes auf die Überwachung hinzuweisen.

Was kostet eine Anlage zur Videoüberwachung?

Eine Anlage zur Videoüberwachung besteht aus verschiedenen Komponenten. Dazu gehören vor allem Überwachungskameras, Aufzeichnungssysteme, die Verkabelung sowie Zubehör wie Bildschirme oder Schweinwerfer. Hinzu kommen die Kosten für die Planung und die Installation der Anlage. 

Je nach Anwendungszweck und den Gegebenheiten vor Ort können sich die benötigten Komponenten unterscheiden, was sich auf den Preis auswirkt. Aus diesen Gründen ist es nicht möglich, eine genauere Preisspanne zu nennen.

Gibt es staatliche Zuschüsse für den Kauf einer Anlage zur Videoüberwachung?

Ja, es gibt Zuschüsse von der KfW. Für die ersten 1.000 Euro gibt es 20 Prozent, für jeden weiteren Euro 10 Prozent und das bis maximal 1.600 Euro Zuschuss.

Warum sollte ich meine Videoüberwachung bei einem Fachbetrieb kaufen?

Anlagen zur Videoüberwachung sind komplexe Systeme, die aus einer Vielzahl von Komponenten bestehen. Jede dieser Komponenten muss den jeweiligen Anforderungen genügen. Außerdem müssen die Komponenten miteinander interagieren können.

Die Auswahl der passenden Komponenten, deren Installation und Konfiguration setzen Fachkenntnis und Erfahrung voraus. All das kann Ihnen nur ein Fachbetrieb wie German Protect bieten.

Sind Tonaufnahmen am Arbeitsplatz erlaubt?

Tonaufnahmen am Arbeitsplatz sind grundsätzlich illegal und strafbar.

Was darf videoüberwacht werden?

Privathäuser und Wohnungen dürfen grundsätzlich überwacht werden so lange die Persönlichkeitsrechte unbeteiligter, wie beispielsweise Nachbarn oder Passanten dabei nicht verletzt werden. Dabei sind öffentliche Wege und Straßen von der Überwachungskamera zu erfassen oder gar aufzunehmen nicht zulässig und strafbar. Diese Problematik trifft man in privaten Bereichen oft vor, wenn die Überwachungskamera den Vorgarten oder die Eingangstür mit einer Video Türsprechanlage überwacht.
Für die Videoüberwachung im gewerblichen Sektor gelten ähnliche Regeln jedoch mit wichtigen Unterschieden. Zum Beispiel ist eine direkte Videoüberwachung von permanenten Arbeitsplätzen grundsätzlich verboten. Hier gelten teilweise abgesonderte Regelungen, die zum Eigenschutz des Mitarbeiters und des Unternehmens dienen für Sicherheitsbereiche wie Banken, Tankstellen oder Kassenbereiche. In Gewerbebetrieben muss jede Überwachungskamera Position und ihr Zweck für die Videoüberwachung schriftlich dokumentiert werden. Die Überwachungsaufnahmen sollen nach spätestens 72 Stunden gelöscht werden. Die Aufzeichnungsgeräte sollten mit einem doppelten Passwort, um eine Vieraugenverifizierung für Videoaufnahmen-Sichtungen zu gewährleisten versehen werden. Die Videoüberwachung darf nicht von außen per APP abgerufen werden, außer in der Nacht, wenn keine Mitarbeiter vor Ort sind. Alle öffentlich zugänglichen Bereiche wie Verkaufsflächen oder Parkplätze müssen mit einem Schild „Achtung Videoüberwachung“ im sichtbaren Bereich versehen werden. Dies gilt insbesondere für Restaurants oder sonstige Lokale, wo das Warnschild meistens nicht im sichtbaren Bereich oder überhaupt nicht angebracht ist. Ab einer gewissen Mitarbeiteranzahl sind gewerbliche Betriebe verpflichtet einen Datenschutzbeauftragten für die Videoüberwachung einzusetzen. Dabei sind die Geschäftsführer als Datenschutzbeauftragte nicht zulässig. Wir empfehlen im gewerblichen Sektor die Projektierung und Montage einer Videoüberwachung durch eine Fachfirma in Anspruch zu nehmen.

Wo ist Videoüberwachung verboten?

Grundsätzlich sind im privaten sowie gewerblichen Sektor die Videoüberwachungen öffentlicher Wege, Straßen und Plätze gesetzlich verboten und strafbar. Dazu gehören auch Parkplätze vor dem Haus auf der Straße sowie der Bürgersteig vor dem Haus, auch wenn es nur teilweise ist. Schwenkbare Überwachungskameras, die über eine Zoomvorrichtung verfügen, wie beispielsweise PTZ 360° Kameras sind oft in ihrer Ausrichtung auf einen Straßenbereich aber auch zur Nachbarschaft sehr problematisch. Wir empfehlen hierfür die Privatisierung dieser Bereiche in der Einstellung der IP Kamera sowie vorsichtshalber die Abnahme der Videoüberwachung durch die zuständigen Behörden vor Ort, am besten bevor die Überwachungskameras montiert werden. Hilfreich ist es, vor dem Kauf und der Montage eine Fachfirma zu konsultieren.

Wo darf man Überwachungskameras aufstellen?

Allgemein dürfen Überwachungskameras im privaten Bereich überall auf dem eigenen Grundstück angebracht werden, solange diese keine öffentlichen Bereiche erfassen und Aufnehmen oder die Persönlichkeitsrechte unbeteiligter, wie beispielsweise Nachbarn verletzen. Dabei darf der private Bereich nicht öffentlich zugänglich sein. In dem Fall sollte auf die Videoüberwachung aufmerksam gemacht werden, indem das Grundstück mit einer- oder mehreren Schildern „Achtung Videoüberwachung“ im sichtbaren Bereich ausgestattet wird.

Was versteht man unter Videoüberwachung?

Videoüberwachung ist ein Sammelbegriff, unter dem sich verschiedene Teilbereiche verbergen. Vereinfacht gesagt geht es bei der Videoüberwachung darum, Videodaten mithilfe von Überwachungskameras aufzunehmen und diese zu speichern. Dazu wird spezielle Aufzeichnungstechnik verwendet. Um die Daten von den Kameras zu den Videorekordern bzw. den Datenspeichern zu übertragen, setzt man geeignete Netzwerktechnik ein (siehe Abbildung 1).

Videoüberwachung bietet verschiedene Sicherheitsfunktionen und Features:

  • Erkennen von Eindringlingen
  • Identifikation potentieller Täter
  • Warnung potentieller Täter bereits vor der Handlung
  • Dokumentation von unerlaubten Vorgängen und vieles mehr.

Die Videoüberwachung ist die Komponente eines Sicherheitskonzepts, die vor allem für die Identifizierung und die Verfolgung des Täters auf dem Gelände bzw. im Gebäude zuständig ist. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung aller Komponenten von Videoüberwachungssystemen sorgt je nach Ausstattung ständig für neue Funktionen in der Sicherheitstechnik und damit für verbesserten Schutz sowie eine effizientere und effektivere Vorbeugung gegen mögliche Gefahren.

Damit die Videoüberwachung ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen kann, müssen die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Sicherheitskonzepts und die verschiedenen Szenarien definiert werden, die für die Überwachung maßgeblich sind (siehe Abbildung 2).

Für eine anspruchsvolle Videoüberwachung mit multiplen Anwendungsfeldern wie der Perimeterüberwachung, Automatisation, Parkplatzüberwachung und Identifikation müssen die jeweils geeigneten Komponenten ausgewählt werden. Dafür ist ein gewisses Verständnis deren Funktion für die Auswahl unerlässlich.

Bei der Konzeption einer Videoüberwachung müssen auch datenschutzrechtliche Aspekte berücksichtigt werden. So ist zum Beispiel darauf zu achten, die Anlage so einzurichten, dass sie DSGVO-konform ist.

 

Ein Beispiel für schlechte Videoüberwachung: Eine Person betritt ein Grundstück und verursacht einen Schaden. Die Videoüberwachungsanlage erkennt den Eindringling, löst einen Alarm über die verschiedenen Überwachungsfunktionen aus und startet die Aufnahme. Die Polizei möchte die Bilder auswerten, damit der Täter ausfindig gemacht werden kann. Anhand des Videomaterials ist aber aufgrund verschiedener Faktoren wie einer zu geringen Auflösung oder einer Falschpositionierung der Kamera eine Identifizierung nicht möglich. Die Videoüberwachung hat zwar teilweise funktioniert, aber eben nicht vollständig. Die Anlage hat Bilder geliefert, auf denen der Täter nicht zu identifizieren ist.

Worin genau können in diesem Beispiel die Probleme bestehen?

  • Die Kameras bringen nicht die benötigte Anzahl von FPS (Frames bzw. Bilder pro Sekunde), wodurch das Bildmaterial viele Lücken aufweist. 
  • Der NVR (Netzwerkrekorder) ist mit der großen Anzahl hochauflösender Kameras überfordert und kann die Streams nicht ordnungsgemäß verarbeiten. 
  • Die Komponenten der Videoüberwachung harmonieren oder kommunizieren nicht richtig miteinander. Probleme können durch falsche Verkabelung, fehlende PoE-Versorgung (Power over Ethernet), fehlerhaft konfigurierte Switches sowie von den Überwachungskameras und der Aufzeichnungstechnik verursacht werden.
  • Die Auswahl, Konfiguration und Positionierung der Komponenten der Videoüberwachung passen nicht. Es gibt viele Hersteller, die ihre Produktversprechungen nicht einhalten. Ein schönes Bild bei optimalen Lichtverhältnissen kann zum Beispiel jede 4K Kamera erzeugen, allerdings sind die Lichtverhältnisse bei einer Videoüberwachung immer wechselhaft.

Aus diesen Gründen ist eine fachkundige Beratung vor dem Einrichten einer Videoüberwachung besonders wichtig und kann Enttäuschungen und unnötige Ausgaben vorbeugen. Daher kommt es auf die optimale Auswahl der Komponenten und deren Konfiguration an, damit durch eine Anlage der Täter identifiziert werden kann.

 

Welche Komponenten und Techniken gibt es in der Videoüberwachung? 

Die Überwachungskamera, das Auge der Videoüberwachung

Die Überwachungskamera ist für die Erfassung des Bildmaterials zuständig. Überwachungskameras gibt es in verschiedenen Bauarten wie Dome-, Bullet-, PTZ- oder Multisensor-Kameras. Je nachdem, welche Aufgaben eine Kamera erfüllen muss und wie die örtlichen Gegebenheiten sind, kann das passende Modell ausgewählt werden. Für diskrete Einsatzzwecke stehen Minikameras zur Verfügung. Sie lassen sich besonders unauffällig platzieren. Für eine aktive Videoüberwachung bieten sich PTZ-Dome-Kameras an („Pan, Tilt, Zoom“). Dabei handelt es sich um bewegliche Kameras, die eine aktive Verfolgung von Personen ermöglichen (siehe Abbildung 3).

Überwachungskameras können sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden. Maßgeblich dafür ist die sogenannte IP-Klassifizierung: Sie gibt an, wie gut eine Kamera gegen Nässe und gegen Schmutz geschützt ist.
Je nach Übertragungstyp zeichnen die Kameras bewegte Bilder analog oder digital mit unterschiedlichem Auflösungsvermögen auf. Dank zusätzlicher Infrarotbeleuchtung können die Kameras selbst bei Dunkelheit Bilder liefern, ohne dass Eindringlinge die ausgeleuchteten Bereiche erkennen. An gefährdeten Bereichen werden für die Videoüberwachung auch Wärmebildkameras eingesetzt, die Personen oder Fahrzeuge selbst in großer Entfernung nur anhand der Wärmeabstrahlung erkennen können. Dies ist selbst bei völliger Dunkelheit ohne jegliche Beleuchtung und bei schwierigen Sicht- und Wetterverhältnissen möglich.

Aufzeichnung, Wiedergabe und Auswertung des Videomaterials – die Aufzeichnungstechnik

In der Videoüberwachung ist die Aufzeichnung der Daten ein weiterer wichtiger Baustein. Nur wenn die von den Überwachungskameras aufgezeichneten Daten später ausgewertet und analysiert werden können, sind die Aufarbeitung von Zwischenfällen und forensische Untersuchungen möglich.

In einfachen Videoüberwachungssystemen können Komponenten wie Überwachungskameras oder Netzwerkrekorder direkt mit einem Monitor per Kabel verbunden werden. Hat der Monitor mehrere Eingänge, oder ist ein Multiplexer dazwischengeschaltet, werden die Informationen mehrerer Kameras am Bildschirm angezeigt. 

Das Bildmaterial von IP-Kameras lässt sich auf dem Computerbildschirm betrachten und kann in digitaler Form gespeichert werden (siehe Abbildung 4). Zur Archivierung von umfangreichem Bildmaterial stehen analoge DVR Rekorder, IP Netzwerk Rekorder (NVR), Hybrid DVR Rekorder (IP und Analog) und NAS (Massenspeichergeräte) zur Verfügung. Mit speziellen Aufzeichnungsrekordern sind selbst Langzeitbeobachtungen ohne großen Aufwand zu realisieren. Dank leistungsfähiger H265 Kompressionsverfahren werden zudem Speicherplatz und unnötige Netzwerkauslastung eingespart. 

Sinnvoll bei komplexen und umfangreichen Überwachungsanlagen ist der Einsatz einer VMS (Video Management Software) oder Videoanalyse-Software. Sie sorgt für eine einfache und flexible Administration der Videoüberwachung, schafft grenzenlose Vernetzungsmöglichkeiten und bietet hohen Bedienkomfort. Umfangreiche Analysefunktionen und Features wie Privacy Masking (Verbergen von Videobereichen), Motion Scrambling (Verpixelung von Bewegungen) und gezielte Suche erhöhen die Effektivität des Systems zusätzlich und schützen gleichzeitig die Privatsphäre von Mitarbeitern und Kunden.

Übertragung der Videodaten und Steuerung der Videoüberwachungskomponenten – die Netzwerktechnik

Je nach Typ der eingesetzten Kameratechnik (analog oder digital) unterscheidet sich die Übertragung der Videosignale. So lassen sich über (BNC) Koaxialkabel neben den analogen Signalen auch digitale Signale einer HD TVI, AHD oder CVI Kamera in professioneller, hochauflösender Qualität übertragen. IP Kameras und IP Wärmebildkameras sind in der Lage, die gelieferten Bilder der Videoüberwachung über die Netzwerkinfrastruktur (KAT Kabel) auszuliefern. Geräte mit Power over Ethernet (PoE) Unterstützung lassen zusätzlich die Energieversorgung über das Netzwerkkabel zu und helfen dadurch, Installationskosten zu sparen. Ist eine Verkabelung der Überwachungskameras nicht möglich, können Geräte mit WLAN die passende Lösung sein – allerdings mit Einbußen bei der Sicherheit.

Neben der Übertragung des Videomaterials ist die Steuerung der Kameras ein weiteres wichtiges Merkmal von Systemen zur Videoüberwachung. Besonders komfortabel sind in dieser Hinsicht IP Kameras, die prinzipiell von jedem Gerät mit einer Browsersoftware angesprochen werden können. Dank Internet sind die Überwachung und Auswertung der Videodaten sogar von beliebigen Orten weltweit möglich.

 

Videotechnik: ergänzendes Zubehör für die Videoüberwachung

Neben den bereits erwähnten Komponenten werden in einem System zur Videoüberwachung je nach Anwendungsgebiet weitere Bestandteile benötigt. Dazu gehören zum Beispiel spezielle Netzteile für die einzelnen Geräte, die eine zentrale Stromversorgung gewährleisten können. 

Zur Ausleuchtung großer Bereiche auch bei Dunkelheit können Panoramascheinwerfer und Infrarotstrahler wertvolle Dienste leisten. Hinzu kommen Objektive mit speziellen Brennweiten.

In unserem Onlineshop finden Sie eine große Auswahl an Zubehör zur Videotechnik aus verschiedenen Kategorien.



Anwendungsbereiche der Videoüberwachung

Videoüberwachung ist überall dort sinnvoll, wo Risiken und Gefahren durch unbefugte Handlungen vorgebeugt oder wo entsprechende Taten erfasst und beweissicher dokumentiert werden sollen.

Ein Hauptnutzen der Videoüberwachung besteht in der Prävention: Wenn potentielle Täter damit rechnen müssen, entdeckt und erkannt zu werden, sinkt deren Bereitschaft zum Durchführen der Tat.

Systeme der Videoüberwachung können sowohl im privaten als auch im gewerblichen Umfeld sinnvoll und hilfreich sein. Die Liste der Einsatzmöglichkeiten umfasst zum Beispiel

  • Einzelhandel
  • Privathaushalte: Wohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser
  • Öffentliche Plätze und Einrichtungen
  • Logistik
  • Industrie

und viele mehr.

Videoüberwachung im Einzelhandel

Der Einzelhandel ist besonders von Diebstählen, aber auch von Betrug und Vandalismus betroffen. Kunden, aber auch Mitarbeiter, Lieferanten und andere Personen können als mögliche Täter in Frage kommen.

Durch Diebstahl und organisationsbedingte Verluste erlitt der Einzelhandel in Deutschland im Jahr 2020 Schäden in Höhe von 4,2 Milliarden Euro (2019: 4,4 Milliarden Euro).

Zur Vorbeugung setzen die Betriebe auf unterschiedliche Maßnahmen wie zum Beispiel auf den Einsatz von Ladendetektiven. Doch Personal zur Überwachung ist teuer. Daher ist es sinnvoll, ergänzend auf Videoüberwachung zu setzen.

In Ladengeschäften gibt es viele sensible Bereiche, die für Ladendiebstähle relevant sind und deren Überwachung per Video daher zu empfehlen ist. Diese sind:

  • Eingang und Ausgang
  • Lagerflächen
  • Kassenbereiche
  • Gänge zwischen den Regalen
  • Auslagen im Außenbereich.

Dabei kann die Videoüberwachung im Einzelhandel verschiedene Aufgaben erfüllen, die über das bloße Erkennen von Ladendiebstählen hinausgehen. Sie hilft auch dabei, Taten vor ihrer Entstehung zu verhindern. Videoüberwachung im Einzelhandel kann also dazu beitragen,

  • Diebstähle zu erkennen und aufzuklären,
  • Täterinnen und Täter zu identifizieren,
  • Diebstähle und Vandalismus im Vorfeld zu verhindern,
  • Abläufe zu optimieren, indem zum Beispiel Ansammlungen von Personen erkannt werden,
  • Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Übergriffen zu schützen.

Videoüberwachung ist also ein wertvoller Helfer im Einzelhandel und heute kaum noch verzichtbar.

Videoüberwachung in Privathaushalten

Auch in privaten Haushalten wie Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie Wohnungen können Videoüberwachungssysteme wertvolle Dienste verrichten. Dabei geht es nicht nur um die Objekte selbst, sondern auch um die umliegenden Grundstücke (siehe Abbildung 5).

Bei der Auswahl möglicher Zielobjekte achten die Täter auch darauf, wie einfach oder schwierig es ist, in ein Gebäude zu gelangen und wie hoch das Risiko ist, dabei entdeckt zu werden. Eine Überwachungsanlage kann die Hemmschwelle für einen Einbruch deutlich erhöhen, so dass es gar nicht erst zur Tat kommt.

Die folgenden Bereiche sind dabei für die Videoüberwachung relevant:

  • Einfahrt zum Grundstück
  • Garten
  • Eingangstüren
  • Garage
  • Zugänge zum Keller
  • Innenbereich

Logistik

Im Bereich der Logistik und der Lagerhaltung kann eine effektive Videoüberwachung nicht nur dazu beitragen, Diebstähle zu erkennen oder diesen vorzubeugen; beim Umgang mit Waren kommt es zu vielen Interaktionen, bei denen Beschädigungen entstehen können, wie zum Beispiel beim Verladen auf einen LKW. 

Um im Nachhinein den Schadenshergang klären zu können, ist eine Videoüberwachung sehr hilfreich.

Industrie

Videoüberwachung in der Industrie ist besonders in Gefährdungsbereichen ein unverzichtbares Mittel, um problematische Situationen schnell erkennen und entsprechend reagieren zu können (siehe Abbildung 6). Sie kann das Werkspersonal bei seiner Arbeit unterstützen und dafür sorgen, dass kritische Vorgänge schnell entdeckt werden.

Nicht zu vergessen ist natürlich die Zugangskontrolle: Sie stellt sicher, dass nur Befugte in bestimmte Bereiche gelangen können. Neben den Ein- und Ausgängen bieten sich auch Parkplätze, Be- und Entladebereiche, Zufahrtswege sowie Gefährdungsbereiche zur Überwachung per Video an.

Öffentliche Plätze und Einrichtungen

Aufgrund des Publikumsverkehrs und der Vielzahl der sich dort aufhaltenden Personen können auch öffentliche Plätze, Parkplätze, Parkanlagen und weitere Einrichtungen Gegenstand einer Videoüberwachung sein. Hinzu kommen öffentliche Verkehrsmittel, Veranstaltungen sowie kulturelle Einrichtungen wie Theater und Museen.

Per Videoüberwachung lässt sich das Sicherheitsgefühl der Menschen erhöhen. Sie kann außerdem dazu verwendet werden, aufkommende Probleme frühzeitig zu erkennen – zum Beispiel im Bereich des Verkehrs, um Staus vorherzusagen oder kritische Menschenansammlungen zu erkennen, bevor es zu einer Massenpanik kommen kann.

NÜTZLICHE ZUSATZFUNKTIONEN DER VIDEOÜBERWACHUNG IN SICHERHEITSSYSTEMEN

Thermal-Videoüberwachung

Durch die Thermaltechnik eröffnen sich in der Videoüberwachungstechnik neue Wege der frühzeitigen Erkennung - sei es ein möglicher Täter in großer Entfernung oder das Aufspüren von Brandherden auf dem Grundstück (siehe Abbildung 7).

Mithilfe der bispektralen Technik kann eine Überwachungskamera gleichzeitig ein optisches und ein thermales Bild liefern, die jeweils durch ein spezielles Objektiv aufgenommen werden. Auf diese Weise kann die Kamera sowohl erkennen bzw. detektieren als auch identifizieren. Diese Technik stellt zusätzliche Sicherheitsmerkmale bereit und schafft damit die Möglichkeit einer Perimeterüberwachung.

Echtzeit-Videoüberwachung

Die Echtzeitüberwachung ist für eine aktive Videoüberwachung wie beispielsweise bei einer Polizeieinsatzleitstelle oder bei Sicherheitsdiensten ein großer Vorteil, der zur Verringerung der Interventionszeit führen kann. Zu diesem Zweck wurden von verschiedenen Herstellern intelligente, auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Systeme entwickelt. Solche Videoüberwachungssysteme sind beispielsweise in der Lage, anhand des Bildes eines Täters auf einem Großgelände diesen in Bruchteilen von Sekunden zu finden und eine Karte zu erstellen, auf der zu sehen ist, wo sich dieser aufgehalten hat. Der Bediener in der Leitstelle muss somit keine aufwändige und zeitraubende Suche im System mehr durchführen (siehe Abbildung 8).

Die Echtzeit-Videoüberwachung erhöht die Reaktionszeit und kann dort, wo es um Gefahr im Verzug geht, innerhalb weniger Minuten Leben retten. 

Automatisierung durch Videoüberwachung 

Systeme für die Kennzeichenerkennung ermöglichen es zum Beispiel, auf einem großen Industriegelände Schranken zu öffnen, so dass berechtigte Fahrzeuge ohne Wartezeit einfahren können (siehe Abbildung 9).

Systeme mit Gesichtserkennung können in einem Krankenhaus Türen wie etwa zum Operationssaal für berechtigte Personen öffnen.

Das spart bei einem Notfall wertvolle Zeit für Patienten, die sich womöglich in Lebensgefahr befinden. Solche Systeme senken außerdem das Risiko von Infektionen durch Keime, weil Türklinken nicht mehr berührt werden müssen.

Frühwarnsystem für den Bereich Gesundheitswesen durch Videoüberwachung

Als Frühwarnsysteme im Gesundheitsweisen können Thermalkameras sowie spezielle Terminals und Gates dienen (siehe Abbildung 10), die in der Lage sind, die Körpertemperatur von Menschen aus der Ferne zu scannen und bei erhöhter Temperatur einen Alarm auszulösen, bevor die betreffenden Personen einen bestimmten Bereich betreten können. Das ist insbesondere im Zusammenhang mit der nach wie vor andauernden COVID-19-Pandemie von Bedeutung.

Diese Art der Videoüberwachung erleichtert vor allem in stark frequentierten Gebäuden und Bereichen wie Flughäfen den Kontrollorganen die Arbeit und erhöht die Effizienz erheblich. Die Eigensicherheit der Passagiere wird dadurch enorm gesteigert.