Hikvision Wireless Bridge für kabellose Videoüberwachung im Außenbereich
Was tun, wenn eine Überwachungskamera im Außenbereich 100 Meter, einen Kilometer oder sogar mehrere Kilometer vom nächsten Netzwerkanschluss entfernt installiert werden soll?
Gerade bei der professionellen Videoüberwachung kann die Verlegung eines LAN-Kabels über solche Entfernungen technisch aufwendig und schnell sehr teuer werden.
Straßen, Parkplätze oder weitläufige Betriebsgelände machen eine klassische Verkabelung teilweise sogar unmöglich.
Genau hier setzt die Hikvision Wireless Bridge an:
Über eine verschlüsselte Richtfunkstrecke können eine Hikvision Kamera oder kompatible IP-Kameras anderer Hersteller auch über große Entfernungen in das Netzwerk eingebunden werden, ohne kilometerlange Netzwerkkabel verlegen zu müssen.
Für unterschiedliche Anwendungen stehen passende Antennen und Wireless Bridges mit Reichweiten von 1, 3 und 5 Kilometern sowie 15 Kilometern bis hin zu mehr als 20 Kilometern zur Verfügung.
Über die Funkstrecke lassen sich nicht nur einzelne Überwachungskameras anbinden. Auch komplette Hallen, Außenbereiche oder entfernte Standorte können miteinander vernetzt werden.
Damit eignet sich die Technik sowohl für professionelle Videoüberwachung als auch für den Aufbau einer standortübergreifenden Netzwerkinfrastruktur.
Die Hikvision Wireless Bridge ist vor allem für die Anbindung von Außenkameras, auch Outdoor-Kameras genannt, sowie für räumlich getrennte Außenbereiche konzipiert.
Typische Einsatzbereiche sind Industrie und Gewerbe, weitläufige Firmengelände, Parkplätze, Baustellen, landwirtschaftliche Betriebe und Solarparks.
Auch für die mobile Videoüberwachung bietet die Technik interessante Möglichkeiten.
Bei Straßenfesten, Veranstaltungen oder temporären Sicherheitsmaßnahmen kann die Videoüberwachung flexibel aufgebaut und das Videosignal per Richtfunk beispielsweise zu einer Einsatzleitung oder einer polizeilichen Beobachtungsstelle übertragen werden.
Wo keine feste Netzwerkinfrastruktur vorhanden ist, lässt sich der Verkabelungsaufwand dadurch erheblich reduzieren.
Wichtig: Die angegebene Reichweite einer Wireless Bridge entspricht nicht automatisch der Entfernung, die unter allen Bedingungen zuverlässig erreicht werden kann.
Sichtverbindung, Fresnelzone, Montagehöhe, Hindernisse, Funkumgebung und benötigte Bandbreite bestimmen, wie eine Richtfunkstrecke ausgelegt werden muss.
Hikvision Wireless Bridge im Überwachungskameratest 2026
Im Rahmen unseres Überwachungskameratests 2026 werden wir die Hikvision Wireless Bridge DS-2WF5000SI-5ACG/2P ausführlich in der Praxis testen.
Das Modell arbeitet im 5-GHz-Frequenzbereich, erreicht eine Übertragungsrate von bis zu 867 Mbit/s und ist für eine Funkstrecke von bis zu 5 Kilometern ausgelegt.
Wir verlassen uns dabei nicht nur auf technische Daten und Herstellerangaben.
Die Wireless Bridge wird unter realen Einsatzbedingungen und bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen getestet.
Gerade bei einer Richtfunkverbindung interessiert uns, wie stabil und zuverlässig die Datenübertragung im praktischen Einsatz funktioniert.
Geprüft werden unter anderem das automatische Pairing, die Einrichtung über die Hik-Connect App, die präzise Ausrichtung anhand der gemessenen Signalstärke sowie Reichweite, Übertragungsqualität und Verbindungsstabilität.
Mit bis zu 867 Mbit/s steht eine hohe Bandbreite zur Verfügung.
Entscheidend ist in der Praxis jedoch die unter den jeweiligen Bedingungen tatsächlich verfügbare Nutzdatenrate.
Je nach Auflösung, Bildrate, Komprimierung und Bitrate können mehrere oder auch hochauflösende IP-Kameras über die Funkstrecke übertragen werden.
Gerade bei mehreren 4K-Überwachungskameras muss die Verbindung mit ausreichender Leistungsreserve projektiert werden.
Zusätzlich prüfen wir, wie zuverlässig sich räumlich getrennte Netzwerkbereiche über die Wireless Bridge miteinander verbinden lassen.
Die Ergebnisse unseres Praxistests veröffentlichen wir demnächst auf unserer Homepage in den Sicherheitsmagazin und zusätzlich in einem YouTube-Video auf dem German Protect YouTube-Kanal.
Dort zeigen wir Installation, Einrichtung und Praxistest der Hikvision Wireless Bridge.
Wenn eine LAN-Verkabelung zu aufwendig wird
Bei der Planung einer professionellen Videoüberwachung stellt sich neben der Auswahl der richtigen Überwachungskamera auch die Frage nach der Netzwerkanbindung.
Innerhalb eines Gebäudes lässt sich eine strukturierte LAN-Verkabelung meist problemlos realisieren.
Anders sieht es aus, wenn sich der gewünschte Standort auf einem entfernten Gebäudeteil, Parkplatz, Betriebsgelände oder einer weitläufigen Außenfläche befindet.
Neue Kabeltrassen können erhebliche Tiefbau-, Material- und Montagekosten verursachen. Straßen, Parkplätze, Gleisanlagen oder andere bauliche Hindernisse erhöhen den Aufwand zusätzlich.
In solchen Fällen kann die Wireless Bridge den kabelgebundenen Abschnitt durch eine verschlüsselte Richtfunkstrecke ersetzen.
Darüber lässt sich nicht nur eine einzelne Überwachungskamera erreichen.
Auch komplette Netzwerkbereiche können miteinander verbunden werden.
Wireless Bridge oder WLAN-Kamera?
Eine Wireless Bridge sollte nicht mit einer klassischen WLAN-Kamera verwechselt werden.
Eine WLAN-Kamera kommuniziert direkt mit einem vorhandenen WLAN-Netzwerk. Das kann für kurze Distanzen und bestimmte private Anwendungen ausreichend sein.
Die Hikvision Wireless Bridge übernimmt dagegen die Verbindung zwischen räumlich getrennten Netzwerkbereichen. Die eingesetzte Videoüberwachung bleibt davon unabhängig.
Anders als eine klassische WLAN-Kamera nutzt eine Hikvision Kamera an der Wireless Bridge die Richtfunkverbindung nicht direkt.
Die Wireless Bridge verbindet vielmehr die Netzwerkbereiche miteinander, in denen Hikvision Kameras oder kompatible IP-Kameras anderer Hersteller betrieben werden können.
Das System ist deshalb weder auf WLAN-Kameras noch auf Hikvision Überwachungskameras beschränkt. Auch kompatible IP-Kameras anderer Hersteller können in die Netzwerkinfrastruktur integriert werden.
Die Überwachungskamera kann weiterhin kabelgebunden in das lokale Netzwerk eingebunden sein. Die Wireless Bridge übernimmt die Richtfunkstrecke zum nächsten Gebäude oder zum zentralen Netzwerk.
Das ist insbesondere bei bestehenden Anlagen interessant, in denen bereits unterschiedliche Hersteller und Kameramodelle eingesetzt werden.
Zwei PoE-Anschlüsse und bis zu 867 Mbit/s
Die Hikvision Wireless Bridge verfügt über zwei PoE-Anschlüsse.
IP-Kameras können direkt mit dem Gerät verbunden und über PoE gleichzeitig mit Daten und Strom versorgt werden.
Die Funkstrecke selbst ist jedoch nicht auf zwei Videostreams begrenzt.
Über eine entsprechend aufgebaute Netzwerkinfrastruktur können die Daten mehrerer Überwachungskameras übertragen werden.
Die Angabe von bis zu 867 Mbit/s beschreibt die maximale Übertragungsrate.
Für eine professionelle Videoüberwachung ist entscheidend, welche Nettobandbreite unter den tatsächlichen Bedingungen dauerhaft zur Verfügung steht.
Das spielt besonders bei mehreren oder hochauflösenden Überwachungskameras eine Rolle. Auflösung, Bildrate, Komprimierung und Bitrate bestimmen die benötigte Datenmenge der einzelnen Videostreams.
Zusätzlich sollte ausreichend Leistungsreserve eingeplant werden, damit die Verbindung auch bei wechselnden Bedingungen stabil arbeitet.
Dabei muss nicht zwingend eine Hikvision Kamera eingesetzt werden. Auch kompatible IP-Kameras anderer Hersteller lassen sich integrieren.
Automatisches Pairing und Einrichtung über die Hik-Connect App
Die Einrichtung erfolgt über die Hik-Connect App.
Der Sender und Empfänger können automatisch miteinander gekoppelt und anschließend konfiguriert werden.
Bei einer Richtfunkstrecke ist die korrekte Ausrichtung der Antennen entscheidend.
Über die App lässt sich die Signalstärke kontrollieren, während die Wireless Bridge über ihre flexible Halterung präzise auf die Gegenstelle ausgerichtet wird.
Damit kann die Verbindungsqualität bereits während der Montage kontrolliert und die Position der Antenne entsprechend angepasst werden.
Richtfunk über 1, 3, 5, 15 oder mehr als 20 Kilometer
Hikvision bietet Antennen und Wireless Bridges für unterschiedliche Entfernungen.
Je nach Ausführung stehen Lösungen für 1, 3 oder 5 Kilometer zur Verfügung.
Für größere Distanzen gibt es Varianten für 15 Kilometer sowie leistungsfähigere Lösungen mit einer Reichweite von mehr als 20 Kilometern.
Damit kann die Funktechnik passend zur jeweiligen Anwendung ausgewählt werden.
Das Spektrum reicht von der Anbindung entfernter Überwachungskameras bis zur Vernetzung weit auseinanderliegender Standorte.
Videoüberwachung im Fahrstuhl
Ein besonders wichtiger Einsatzbereich der Hikvision Wireless Bridge ist die Videoüberwachung im Fahrstuhl.
Gerade in kleineren Objekten und Mehrfamilienhäusern kann es aus Sicherheitsgründen sinnvoll sein, die Fahrstuhlkabine mit einer Überwachungskamera im Blick zu behalten.
Bei bestehenden Fahrstühlen ist die nachträgliche Anbindung einer Überwachungskamera häufig mit zusätzlichem Verkabelungs- und Montageaufwand verbunden.
Hier kann die Wireless Bridge eine kostengünstige Alternative sein. Die Bilddaten der Überwachungskamera werden per Funk übertragen, ohne eine aufwendige Netzwerkverkabelung bis zur Fahrstuhlkabine realisieren zu müssen.
Dadurch wird eine Videoüberwachung im Fahrstuhl auch für kleinere Objekte und Mehrfamilienhäuser wirtschaftlich interessanter.
Die eingesetzte Überwachungskamera muss selbst keine WLAN-Kamera sein, da die Wireless Bridge die Funkübertragung übernimmt.
Die datenschutzrechtliche Zulässigkeit einer Videoüberwachung im Fahrstuhl muss unabhängig von der technischen Lösung für das jeweilige Objekt und den konkreten Einsatzzweck geprüft werden.
Autarke Lösungen mit Solarversorgung
Wo weder Netzwerk noch eine klassische Stromversorgung vorhanden sind, kann die Wireless Bridge Bestandteil einer autarken Lösung sein.
In Verbindung mit einer geeigneten Solarversorgung ergeben sich Einsatzmöglichkeiten auf Baustellen, Freiflächen, Zufahrten, Solarparks oder landwirtschaftlich genutzten Arealen.
Eine Überwachungskamera kann dadurch auch an abgelegenen Standorten betrieben und per Richtfunk in das Netzwerk eingebunden werden.
Solarmodule und Akkukapazität müssen auf den tatsächlichen Energiebedarf der Überwachungskameras, der Funktechnik und aller weiteren Netzwerkkomponenten abgestimmt werden.
Für den Außeneinsatz entwickelt
Die Hikvision Wireless Bridge Produktfamilie ist für den Betrieb unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen ausgelegt.
Der angegebene Temperaturbereich reicht von minus 30 bis plus 65 Grad Celsius. Hinzu kommen IP55 sowie ein Schutz gegen Blitz- und Überspannungseinwirkungen.
Damit eignet sich die Technik für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich.
Multi-Point für mehrere Überwachungskameras und Standorte
Neben klassischen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen lassen sich auch Multi-Point-Strukturen realisieren.
Eine zentrale, radial arbeitende Antenne kann mit mehreren Gegenstellen kommunizieren.
Von einem zentralen Punkt aus lassen sich dadurch mehrere entfernte Bereiche oder Kamerastandorte anbinden.
Auf einem größeren Gelände können beispielsweise Überwachungskameras auf verschiedenen Gebäuden, Parkplätzen oder Außenflächen über mehrere Gegenstellen mit einer zentralen Antenne verbunden werden.
So lässt sich die Netzwerkinfrastruktur auf weitläufigen Arealen flexibel aufbauen und bei Bedarf erweitern.
Gebäude per Richtfunk miteinander vernetzen
Die Hikvision Wireless Bridge kann neben der Anbindung von Überwachungskameras auch zur Vernetzung kompletter Gebäude eingesetzt werden.
So können beispielsweise ein Hauptgebäude, eine Lagerhalle oder eine Werkstatt über entsprechend geplante Richtfunkstrecken miteinander verbunden werden.
Dadurch entsteht eine gemeinsame Netzwerkinfrastruktur, ohne zwischen den Gebäuden neue Kabeltrassen herstellen zu müssen.
Über diese Verbindung können sowohl die professionelle Videoüberwachung als auch weitere IP-basierte Netzwerkgeräte und Systeme kommunizieren.
Warum freie Sicht bei Richtfunk entscheidend ist
Für eine stabile Richtfunkverbindung ist nicht nur die direkte Sicht zwischen Sender und Empfänger wichtig.
Auch die sogenannte Fresnelzone zwischen beiden Antennen sollte möglichst frei von Hindernissen bleiben.
Gebäude, Bäume, Geländeerhebungen oder andere Objekte innerhalb dieses Bereichs können die Funkverbindung beeinträchtigen, selbst wenn sich beide Antennen grundsätzlich sehen können.
Mit zunehmender Entfernung gewinnen deshalb Montagehöhe und genaue Positionierung der Antennen an Bedeutung.
Eine fachgerechte Planung berücksichtigt neben der Entfernung die örtlichen Gegebenheiten und die tatsächlich benötigte Übertragungsleistung.
Vor allem bei längeren Funkstrecken sollte vor der Montage geprüft werden, ob eine geeignete Sichtverbindung vorhanden ist und an welchen Positionen die Antennen montiert werden können.
Richtfunk und Videoüberwachung richtig projektieren
Bei professioneller Videoüberwachung zählt nicht nur, ob eine Richtfunkverbindung grundsätzlich funktioniert.
Entscheidend ist, ob die erforderliche Bandbreite und Verbindungsqualität dauerhaft zur Verfügung stehen.
Bereits bei der Projektierung müssen Signalstärke, Leistungsreserven, Montageposition, Funkumgebung, benötigte Bandbreite und Stromversorgung berücksichtigt werden.
Mehrere hochauflösende IP-Kameras stellen andere Anforderungen an die Funkstrecke als eine einzelne Überwachungskamera.
Bei autarken Anlagen muss zusätzlich die Energieversorgung entsprechend dimensioniert werden.
Bei sicherheitsrelevanten Anwendungen in Industrieanlagen, öffentlichen Bereichen oder kritischen Infrastrukturen müssen darüber hinaus die Anforderungen an Verfügbarkeit und gegebenenfalls notwendige Redundanzen bewertet werden.
Überwachungskameras, Netzwerk, Richtfunk, Aufzeichnung und Stromversorgung sollten deshalb als Gesamtsystem projektiert werden.
Wann ist eine Wireless Bridge nicht die richtige Lösung?
Eine Wireless Bridge ersetzt nicht grundsätzlich jede kabelgebundene Netzwerkverbindung.
Fehlt eine geeignete Funkstrecke oder wird die Fresnelzone durch Gebäude, Bäume, Geländeerhebungen oder andere Hindernisse erheblich beeinträchtigt, muss geprüft werden, ob eine stabile Richtfunkverbindung überhaupt realisierbar ist.
Auch die benötigte Bandbreite und die geforderte Verfügbarkeit der Videoüberwachung spielen bei der Entscheidung eine wichtige Rolle.
Bei besonders hohen Anforderungen kann eine kabelgebundene Netzwerkanbindung die bessere Lösung sein.
Deshalb sollte vor der Installation geprüft werden, ob Richtfunk für den jeweiligen Standort technisch und wirtschaftlich die richtige Lösung ist.
German Protect Fazit: Mehr als eine Funkverbindung für Überwachungskameras
Die Hikvision Wireless Bridge ermöglicht die Anbindung weit entfernter Überwachungskameras, ohne dafür eine aufwendige LAN-Verkabelung herstellen zu müssen.
Gleichzeitig können mehrere Kamerastandorte und bei Bedarf komplette Netzwerkbereiche miteinander verbunden werden.
Unterschiedliche Reichweiten, Multi-Point-Verbindungen, PoE, hohe Bandbreite, verschlüsselte Datenübertragung und die Möglichkeit einer Solarversorgung eröffnen zahlreiche Einsatzbereiche.
Dabei können sowohl Hikvision Überwachungskameras als auch kompatible IP-Kameras anderer Hersteller integriert werden.
Wie sich die Hikvision Wireless Bridge DS-2WF5000SI-5A-CG-2P unter realen Bedingungen bewährt, zeigen wir demnächst mit den Ergebnissen unseres Überwachungskameratests 2026 auf unserer Homepage und im German Protect YouTube-Kanal.
Als Hikvision Professional zertifizierter Partner plant und projektiert German Protect professionelle Videoüberwachung und die dazugehörige Netzwerkinfrastruktur für private und gewerbliche Objekte, öffentliche Bereiche sowie kritische Infrastrukturen.
Von der Auswahl der geeigneten Technik über die Projektierung bis zur fachgerechten Montage und Inbetriebnahme begleiten wir Ihr Projekt aus einer Hand.
Sie planen eine professionelle Hikvision Videoüberwachung oder haben Fragen zur Anbindung von Überwachungskameras per Richtfunk?
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