Verkehrsüberwachungssysteme sorgen für Sicherheit und Effizienz unserer Verkehrsnetze. Umweltfaktoren wie Nebel, starker Regen, Staub und Blendung durch die Sonne können jedoch ihre Wirksamkeit beeinträchtigen. Zwar kann eigenständige Radartechnologie unter diesen Umweltbedingungen arbeiten, jedoch fehlt ihr die Fähigkeit, den detaillierten visuellen Kontext bereitzustellen, der für ein umfassendes Verkehrsmanagement so wichtig ist. Diese Lücke schließt die Fusion von Radar- und Videotechnologie, wie sie zum Beispiel Hikvision anbietet. Manche Hikvision Kamera wie zum Beispiel die All-Rounder Checpoint Camera verfügt bereits über diese fortschrittliche Technologie.

In vielen Fällen sind ungünstige Wetterbedingungen die Ursache von Verkehrsunfällen. 

Das zeigt, welche Herausforderung diese Umweltfaktoren für die Verkehrssicherheit und die Verkehrsüberwachung darstellen. Dementsprechend steigt die Nachfrage nach fortschrittlichen Überwachungslösungen, die auch unter solchen Bedingungen zuverlässig funktionieren.

Millimeterwellen-Radarsensoren zeigen das Unsichtbare

Millimeterwellen nehmen eine besondere Position im elektromagnetischen Spektrum ein. Sie befinden sich im Frequenzbereich von 30-300 GHz und liegen damit zwischen Mikrowellen und Infrarotwellen. Ihre kürzeren Wellenlängen bieten Vorteile wie eine höhere Auflösung, eine geringere Störanfälligkeit und eine bessere Durchdringung von Rauch und Staub. Diese Eigenschaften sind notwendig für eine konsistente und eine klare Überwachung unter verschiedenen Umweltbedingungen. Damit bietet die Technologie viele Vorteile für Verkehrsleitsysteme. 

Millimeterwellen-Radarsensoren funktionieren rund um die Uhr und sind wetterunabhängig. Solche Systeme können zuverlässig für präzise Messungen der Geschwindigkeit und der Bewegungsrichtung von Objekten genutzt werden. Sie können auch Objekte über große Entfernungen mit bemerkenswerter Genauigkeit verfolgen.

Doch Radar hat einen entscheidenden Nachteil: Es fehlt die Fähigkeit zur Visualisierung. Deshalb kann es keine detaillierten Informationen über das Ziel wie beispielsweise die Farbe des Fahrzeugs oder das Kennzeichen liefern – Informationen, die oft für die Nachverfolgung und die Berichterstattung unerlässlich sind. Hier kommt die Fusion von Radarsensortechnologie mit Bildern einer Verkehrskamera ins Spiel. 

Radar-Video-Fusion-Verkehrskameras schließen die Lücke

Die Fusionsmethode kombiniert die Reichweitenerkennung durch Radar mit der visuellen Wahrnehmung per Video. Um dies zu erreichen, verbinden KI-basierte Algorithmen zwei unterschiedliche Koordinatensysteme, um die Zielinformationen anzureichern und die Stärken beider Erfassungsmethoden zu bündeln. Radarsensoren zeichnen sich durch die Möglichkeit zur Verfolgung mehrerer Objekte jenseits des Horizonts mit einem breiten Erkennungsbereich und hoher Präzision aus. Sie liefern wertvolle Einblicke, selbst bei widrigen Wetterbedingungen. Die Videokomponente bietet hingegen den Vorteil der Visualisierung, was eine strukturierte Analyse der Verkehrssituation ermöglicht.

Die Fusion der Technologien schafft ein ausfallsicheres System, bei dem die Schwächen der einen durch die Stärken der anderen Technologie ausgeglichen werden. Das Ergebnis ist ein Verkehrsüberwachungssystem, das auch bei widrigen Wetterbedingungen kontinuierlich umfassende und zuverlässige Daten liefert. Städte, welche die Radar-Video-Fusionstechnologie nutzen, demonstrieren Fortschritte im Bereich der intelligenten Stadtplanung. Mit dieser Technologie kann das Verkehrsmanagement den Verkehrsfluss optimieren und Autobahnen sowie städtische Straßen digitalisieren. Darüber hinaus trägt die Fusionstechnologie zur Förderung der Verkehrssicherheit bei, indem sie die frühzeitige Erkennung und Warnung vor potenziellen Gefahren in schwierigen Situationen ermöglicht, darunter kurvige Straßen, tote Winkel an Kreuzungen und Hindernisse außerhalb des Sichtbereichs.

Die Einführung der Radar-Video-Fusion in der Verkehrsüberwachung ist ein weiterer Schritt hin zu einem nachhaltigeren Verkehrsmanagement. Durch die zunehmende Integration von Radarsensortechnologie, die weniger von Umweltbedingungen beeinflusst wird, können Städte ihre Abhängigkeit von intensiver Beleuchtung reduzieren, die für visuelle Systeme in schlechten Lichtverhältnissen erforderlich ist. Dieser Fortschritt trägt zur Verwirklichung einer nachhaltigen urbanen Infrastruktur bei.

Haben Sie Fragen zur Radar-Video-Fusion in der Videoüberwachung? Dann sprechen Sie uns gerne an. Unsere Sicherheitsexperten von German Protect freuen sich auf Sie.




Erfahren Sie mehr zum Autor des Inhalts:

Bogdan Tamasan

Bogdan Tamasan

Herr Bogdan Tamasan ist seit 1994 in der Sicherheitsbranche tätig und seit 2011 geschäftsführender Gesellschafter der ESA GmbH German Protect mit über 27-jähriger Erfahrung im Bereich Sicherheitstechnik, Schutz, Prävention, Planung und Projektentwicklung. In seiner Tätigkeit als Sicherheitsberater für verschiedene Konzerne und Institutionen europaweit, konnte sich Herr Tamasan in dieser langen Zeitspanne eine fundierte und praxisnahe Erfahrung und Wissen aneignen, welches von Jahr zu Jahr durch verschiedene System- und Partnerzertifizierungen vertieft wurde. Ein kleiner Auszug seiner Zertifizierungen: Axis Solutions Partner, IHK zertifizierte Fachkraft für Video-Sicherheitstechnik, Hikvision Sub-Distributor, Vivotek Expert, Hanwha Security Engineering, Mobotix Advanced Partner, Avigilon Partner, Sony Video Security Gold Partner, Flir Partner, Eneo System Integrator, Bosch Partner, Seetec Professional, Milestone Partner, Wave Professional, Aimetis Certifed, zertifizierter Telenot Facherrichter und Stützpunkt, Planung und Einbau von Einbruchmeldeanlagen nach VdS 2311 und VDE 0833, Q-Geprüfte Fachkraft für Rauchmelder gemäß DIN 14676, Videofied zertifizierter Partner, Risco Certified, Jablotron zertifizierter Partner, Ajax zertifizierter Partner, rayTec Professional SimonsVoss Partner usw.