Das Wesentliche in Kürze

  • Was bedeutet die Bildrate einer Überwachungskamera?
  • Der Begriff FPS kommt aus dem Englischen und bedeutet "Frames per Second". Übersetzt wird dieser Begriff mit "Bild pro Sekunde".
  • Wir zeigen Ihnen, wie sich die verschiedenen Bildraten von 1 FPS bis zu 25 FPS nicht 
    nur in der Theorie, sondern tatsächlich auf das Überwachungsbild und die Aufnahmen auswirken. 
  • Für welche Anwendungen in der Videoüberwachung benötigt eine Überwachungskamera welche Bildrate?  
 

 

In der Videoüberwachung muss es nicht immer die höchste Bildrate sein

Die gezielte Einstellung der Bildrate einer Überwachungskamera je nach Überwachungsanwendung ist für eine professionelle Videoüberwachung sehr wichtig. Durch eine gezielte Einstellung werden nicht nur die einzelnen Überwachungskameras im System, sondern das gesamte Videoüberwachungssystem leistungsfähiger.

Die Meinung, dass eine höhere die Bildrate automatisch für bessere Überwachungsaufnahme sorgt, trifft nicht immer zu.

Eine Überwachungskamera muss nicht immer auf die volle Bildrate eingestellt werden. Dies ist immer anwendungsabhängig.
Meistens reicht eine Bildrateneinstellung von 15-20 FPS vollkommen aus. Solche nach Notwendigkeit vorgenommenen exakten Einstellungen der Bildrate der einzelnen Überwachungskameras in einer Überwachungsanlage tragen zur Netzwerkoptimierung erheblich bei.

Zwar stehen moderne Komprimierungsverfahren wie H265 zur Verfügung, welche die Netzwerkauslastung stark reduzieren. Dies trifft allerdings meist nur bei geschlossenen Netzwerken zu, in denen das Netzwerk für die Videoüberwachung getrennt von dem gesamten Netzwerk ist.
Wenn Sie nur ein Netzwerk im Haus haben, über welches TV Streaming, IP-Telefonie, verschiedene Smart Home-Anwendungen etc. laufen, dann profitiert die Geschwindigkeit des Netzwerkes von jeder möglichen Bandbreitenreduzierung.
Die im Netzwerk benötigte Bandbreite einer Überwachungskamera ist nicht nur von der Auflösung, sondern auch von der Bildrate der Kamera abhängig.

Die Bildrate einer Überwachungskamera sollte je nach Anwendung gewählt werden

Das menschliche Gehirn nimmt für gewöhnlich erst ab einer Bildrate von 24 FPS die Bilder nicht mehr nur als Bildfolge, sondern als "flüssige Bewegung" wahr. Allerdings ist das Gehirn nicht mehr in der Lage, bei Bildraten von mehr als 24 FPS einen Unterschied zu erkennen.

Daher ist es im Vorfeld wichtig zu wissen, welche Aufgaben die Überwachungskamera erfüllen soll.

Handelt es sich um eine Überwachungskamera, die einen Innenhof beobachtet, reichen oft Bildraten von 15-20 Bildern pro Sekunde.

Ist die Überwachungskamera für die Überwachung eines Parkplatzes zuständig, werden für die Erfassung schneller Bildfolgen von fahrenden Fahrzeugen mindestens 25 Bilder pro Sekunde in den Videoaufnahmen benötigt.

Für eine Verkehrsüberwachung bei der Fahrzeuge höhere Geschwindigkeiten als auf einem Parkplatz erreichen können, sind Bildraten von 60 Bildern pro Sekunde für die Überwachungsaufnahmen durchaus sinnvoll.

Wie wirken sich unterschiedliche Bildraten auf Überwachungsvideos aus?

Aus diesem Grund stellen wir Ihnen das folgende Video bereit, damit Sie die Möglichkeit erhalten, nicht nur nach theoretischen, sondern tatsächlichen Werten anhand eines Überwachungsvideos die reale Auswirkung verschiedener Bildraten in den Aufnahmen erkennen zu können. Meistens besteht in der Videoüberwachung zwischen Theorie und Praxis ein großer Unterschied.

In diesem Video werden Sie feststellen, dass für eine Kennzeichen-Erfassung oder eine Videoüberwachung im Innenhof von kleineren Flächen oft eine niedrigere Bildrate der Überwachungskamera vollkommen ausreicht.

 


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Bogdan Tamasan

Bogdan Tamasan

Herr Bogdan Tamasan ist seit 1994 in der Sicherheitsbranche tätig und seit 2011 Geschäftsführender Gesellschafter der ESA Group German Protect mit über 27-jähriger Erfahrung im Bereich Sicherheitstechnik, Schutz, Prävention, Planung und Projektentwicklung. In seiner Tätigkeit als Sicherheitsberater für verschiedene Konzerne und Institutionen europaweit, konnte sich Herr Tamasan in dieser langen Zeitspanne eine fundierte und praxisnahe Erfahrung und Wissen aneignen, welches von Jahr zu Jahr durch verschiedene System- und Partnerzertifizierungen vertieft wurde. Ein kleiner Auszug seiner Zertifizierungen: Axis Solutions Partner, IHK zertifizierte Fachkraft für Video-Sicherheitstechnik, Hikvision Professional Partner, Vivotek Expert, Hanwha Security Engineering, Mobotix Advanced Partner, Avigilon Partner, Sony Video Security Gold Partner, Flir Partner, Eneo System Integrator, Bosch Partner, Seetec Professional, Milestone Partner, Wave Professional, Aimetis Certifed, zertifizierter Telenot Facherrichter und Stützpunkt, Planung und Einbau von Einbruchmeldeanlagen nach VdS 2311 und VDE 0833, Q-Geprüfte Fachkraft für Rauchmelder gemäß DIN 14676, Videofied zertifizierter Partner, Risco Certified, Jablotron zertifizierter Partner, Ajax zertifizierter Partner, rayTec Professional SimonsVoss Partner usw.