Alarmanlage per Smartphone oder Bedienteil – was passt besser?

Moderne Alarmanlagen lassen sich heute komfortabel über das Smartphone steuern. 
Scharf und Unscharfschaltung, Statusmeldungen, Störungen oder der Zugriff von unterwegs sind über eine Alarmanlage App jederzeit möglich.
Trotzdem gehört für uns zu einer professionell geplanten Alarmanlage weiterhin ein fest installiertes Alarmanlage Bedienteil.

Die kurze Antwort vorweg: Für eine professionelle Alarmanlage empfehlen wir die Kombination aus App und Bedienteil.
Die Alarmanlage App bietet Flexibilität und Fernzugriff.
Das fest installierte Bedienteil ermöglicht eine zuverlässige Bedienung direkt am Objekt und bleibt auch dann verfügbar, wenn das Smartphone gerade nicht genutzt werden kann.

 

 

Warum das so ist, zeigen wir in unserem neuen Videotutorial direkt in der Praxis. Unter realen Bedingungen testen wir Situationen, die bei der täglichen Bedienung einer Alarmanlage tatsächlich auftreten können.

Was passiert, wenn das Smartphone plötzlich nicht verfügbar ist?
Wie erhält eine Reinigungskraft, ein Gärtner oder ein Familienangehöriger Zugang zum Gebäude?
Was passiert bei geöffneten oder gekippten Fenstern? Und wie hilfreich ist die Alarmanlage App, wenn man das Haus bereits verlassen und vergessen hat, die Alarmanlage scharf zu stellen?

Genau an diesen Beispielen zeigen wir die Unterschiede zwischen Alarmanlage App und Alarmanlage Bedienteil und erklären, warum wir bei einer professionellen Alarmanlage beide Bedienmöglichkeiten empfehlen.

Die Alarmanlage App ist bequem

Eine gute Alarmanlage App macht die Bedienung einer Alarmanlage ausgesprochen komfortabel.
Man kann die Anlage vom Sofa aus scharf schalten, unterwegs den Status kontrollieren oder aus dem Urlaub überprüfen, ob zu Hause alles in Ordnung ist.

Je nach Alarmsystem stehen noch viele weitere Funktionen zur Verfügung. Alarmmeldungen und Störungen werden direkt auf das Smartphone übertragen, einzelne Bereiche lassen sich kontrollieren und bei entsprechend aufgebauten Systemen können weitere Funktionen im Gebäude gesteuert werden.

Das Smartphone hat man ohnehin fast immer dabei. Warum also noch zur Haustür laufen und dort ein fest installiertes Bedienteil benutzen?

Solange das Smartphone und die Alarmanlage App funktionieren, spricht zunächst wenig dagegen.

Interessant wird es allerdings dann, wenn das Smartphone oder die App einmal nicht verfügbar sind.

 

Vorteile einer Alarmanlage App: Geofencing und mobiler Panikalarm

Moderne Alarmanlage Apps können heute deutlich mehr als nur eine Alarmanlage scharf oder unscharf schalten.
Welche Funktionen zur Verfügung stehen, hängt allerdings vom jeweiligen Hersteller und Alarmsystem ab. Nicht jede Alarmanlage App unterstützt beispielsweise Geofencing.

Eine solche Funktion bietet unter anderem die Alarmanlage App von Ajax Systems. Dabei kann ein definierter Bereich rund um das Objekt eingerichtet werden.
Verlässt der Benutzer diesen Bereich und die Alarmanlage wurde noch nicht scharf geschaltet, kann die App automatisch eine Push Nachricht senden. Je nach gewählter Einstellung kann diese Erinnerung beispielsweise in einer Entfernung zwischen 100 und 500 Metern erfolgen.
Der Benutzer wird darauf hingewiesen, dass die Alarmanlage noch unscharf ist, und kann die Scharfschaltung direkt über das Smartphone bestätigen. Je nach Smartphone und Konfiguration kann die Freigabe beispielsweise komfortabel über Face ID erfolgen.

Geofencing funktioniert auch in die andere Richtung. Nähert sich der Benutzer wieder dem Objekt, kann die App rechtzeitig darauf hinweisen, dass die Alarmanlage noch scharf geschaltet ist. Dadurch sinkt das Risiko, einen gesicherten Bereich versehentlich zu betreten und einen Fehlalarm auszulösen.


Panikalarm direkt über das Smartphone

Eine weitere interessante Funktion der Ajax Alarmanlage App ist der mobile Panikalarm. Über die App kann direkt auf dem Smartphone ein Panikalarm ausgelöst werden.

Der entscheidende Vorteil: Der Benutzer muss sich dafür nicht am gesicherten Objekt befinden. Ist die Alarmanlage entsprechend auf eine NSL Notruf und Serviceleitstelle aufgeschaltet, kann ein von unterwegs ausgelöster Panikalarm zusammen mit den aktuellen Positionskoordinaten des Smartphones an die Leitstelle übertragen werden.
Die Leitstelle erhält damit nicht nur die Information, dass ein Panikalarm ausgelöst wurde, sondern auch die übermittelten Standortdaten des Benutzers. Das kann insbesondere in einer Gefahrensituation außerhalb des eigenen Gebäudes einen erheblichen Sicherheitsvorteil bieten.
Damit erweitert die Alarmanlage App den Schutz über das eigentliche überwachte Objekt hinaus und ermöglicht dem Benutzer, auch unterwegs einen Panikalarm mit Standortinformation auszulösen.
Geofencing und mobiler Panikalarm zeigen sehr gut, welchen Mehrwert eine moderne Alarmanlage App bieten kann.
Sie dient nicht nur als Fernbedienung der Alarmanlage, sondern kann den Benutzer auch unterwegs aktiv unterstützen und zusätzliche Sicherheitsfunktionen bereitstellen.

 

Wann kann die Alarmanlage App als Bedienung ausreichen?

Bei einer einfachen privaten Alarmanlage kann die Bedienung ausschließlich über eine App durchaus ausreichend sein.
Das gilt insbesondere dann, wenn nur wenige Personen die Alarmanlage nutzen, keine elektronische Türverriegelung eingebunden ist und keine besonderen Anforderungen an Zutrittssteuerung oder Zwangsläufigkeit bestehen.
Entscheidend ist deshalb nicht allein die Frage, ob eine App technisch zur Bedienung ausreicht. Viel wichtiger ist, welche Sicherheitsanforderungen das Objekt stellt und wie die Alarmanlage im Alltag genutzt wird.

Bei einer professionellen Alarmanlage mit mehreren Benutzern, elektronischer Türverriegelung, unterschiedlichen Sicherungsbereichen oder erhöhten Sicherheitsanforderungen würden wir uns dagegen nicht ausschließlich auf das Smartphone verlassen.

Was passiert, wenn das Smartphone oder die Alarmanlage App ausfällt?

Ein Smartphone kann kaputtgehen. Der Akku kann leer sein. Man kann es verlieren oder irgendwo liegen lassen. Aber auch die Alarmanlage App selbst kann vorübergehend nicht verfügbar sein.
Bei vielen modernen Alarmanlagen ist die App über die Server oder Cloud Infrastruktur des jeweiligen Herstellers angebunden.
Wartungsarbeiten, ein Update oder eine vorübergehende Störung der Serververbindung können deshalb dazu führen, dass einzelne Funktionen zeitweise nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

Dabei spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob es sich um eine Funk Alarmanlage, eine verkabelte Alarmanlage oder eine Hybrid Alarmanlage handelt. Entscheidend ist, wie die App und die Kommunikation mit dem jeweiligen Alarmsystem technisch aufgebaut sind.

Genau diese Abhängigkeit sollte man bei der Planung berücksichtigen. Wenn die Alarmanlage ausschließlich über die Alarmanlage App bedient wird, kann der Ausfall dieser Bedienmöglichkeit zu einem ernsthaften Problem werden.
Ein fest installiertes Bedienteil schafft deshalb eine zusätzliche Bedienmöglichkeit direkt am Objekt. Sie ist nicht davon abhängig, ob das Smartphone verfügbar ist oder der Zugriff über die App gerade funktioniert.

Noch kritischer wird die Situation, wenn über die Alarmanlage zusätzlich die Zutrittssteuerung des Gebäudes läuft.

Elektronische Türverriegelung im German Protect Erprobungshaus

In unserem German Protect Erprobungshaus ist die Alarmanlage mit einer elektronischen Türverriegelung und einem elektronischen Schloss verbunden.
Wird die Alarmanlage scharf geschaltet, verriegelt das elektronische Schloss automatisch die Tür. Beim Unscharfschalten wird die Tür wieder freigegeben und entriegelt.

Das hat einen wichtigen Sicherheitsvorteil: Beim Verlassen des Hauses wird gewährleistet, dass die Haustür tatsächlich verriegelt und nicht nur zugezogen ist.
Man muss also nicht zusätzlich daran denken, die Tür mit einem mechanischen Schlüssel abzuschließen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der mechanische Schlüssel im normalen Alltag praktisch nicht mehr benötigt wird und lediglich als Rückfallebene für den Notfall dient.
Das ist insbesondere dann interessant, wenn anderen Personen vorübergehend oder aus der Ferne Zutritt zum Haus gewährt werden soll.
Eine Reinigungskraft, ein Familienangehöriger oder eine andere berechtigte Person muss keinen mechanischen Schlüssel erhalten.
Der Zugang kann stattdessen beispielsweise über einen persönlichen Touchkey, Transponder oder eine individuell eingerichtete Berechtigung erfolgen.
Das reduziert auch ein grundsätzliches Risiko klassischer Schlüsselübergaben: Ein einmal ausgegebener mechanischer Schlüssel lässt sich nicht ohne Weiteres wieder zurückholen. Außerdem kann nie vollständig ausgeschlossen werden, dass davon eine Kopie angefertigt wird.

Bei einer elektronischen Zutrittsberechtigung ist das anders.
Eine Berechtigung kann gezielt vergeben, zeitlich begrenzt und bei Bedarf wieder entzogen werden, sofern das eingesetzte System diese Funktionen unterstützt. Damit bleibt die Kontrolle darüber, wer Zugang zum Gebäude erhält, beim Betreiber.
Das Sicherheitssystem lässt sich außerdem so konfigurieren, dass die Haustür auch während des Aufenthalts im Haus permanent verriegelt bleibt, obwohl die Alarmanlage unscharf geschaltet ist.
Von innen kann die Tür weiterhin geöffnet werden, von außen ist sie jedoch nicht lediglich geschlossen, sondern tatsächlich verriegelt.

Gerade bei einer professionellen Alarmanlage ist das ein großer Sicherheitsvorteil.
Alarmanlage, elektronische Türverriegelung und Zutrittssteuerung bilden dabei ein aufeinander abgestimmtes Sicherheitssystem.
Diese Kombination setzen wir in unserem German Protect Erprobungshaus im realen Betrieb ein und zeigen sie auch in unserem Videotutorial.
Dadurch lässt sich anschaulich demonstrieren, wie Alarmanlage, Bedienteil, Alarmanlage App und elektronische Türverriegelung im Alltag zusammenspielen.

Genau an diesem Beispiel wird deutlich, warum wir bei einer professionellen Alarmanlage nicht ausschließlich auf die App setzen würden.

Was passiert, wenn man vor der verschlossenen Haustür steht und das Smartphone nicht funktioniert, verloren gegangen ist oder der Akku leer ist?

Mit einem fest installierten Alarmanlage Bedienteil bleibt eine zweite, vom Smartphone unabhängige Möglichkeit, das Sicherheitssystem zu bedienen.
Je nach System kann die Legitimation beispielsweise über einen persönlichen Code, eine Karte oder einen Touchkey erfolgen.


Ein Alarmanlage Bedienteil ist im Alltag oft schneller

Es gibt noch einen ganz praktischen Grund für ein fest installiertes Bedienteil: Es befindet sich genau dort, wo man es braucht.
Man verlässt das Haus, steht ohnehin an der Tür und schaltet die Alarmanlage mit einem Tastendruck scharf. Das dauert nur wenige Sekunden und wird schnell zur festen Routine.

Gerade bei einer Alarmanlage, die täglich genutzt wird, ist dieser Punkt nicht zu unterschätzen.
Je einfacher die Bedienung in den Alltag integriert ist, desto zuverlässiger wird die Anlage auch tatsächlich scharf geschaltet.

Wir erleben immer wieder, dass bei der Planung einer Alarmanlage sehr viel über Bewegungsmelder, Reichweiten, Alarmanlage Apps und technische Funktionen gesprochen wird.
Die tägliche Bedienung bekommt dagegen häufig deutlich weniger Aufmerksamkeit.
Dabei entscheidet genau diese Bedienung darüber, ob eine Alarmanlage ihren Zweck zuverlässig erfüllt.
Die beste Technik hilft wenig, wenn das Sicherheitssystem beim Verlassen des Gebäudes aus Bequemlichkeit oder Hektik nicht aktiviert wird.

Wann ist ein Alarmanlage Bedienteil besonders wichtig?

Je komplexer die Anforderungen an eine Alarmanlage werden, desto wichtiger wird eine feste Bedienmöglichkeit direkt am Gebäude.

Das gilt insbesondere bei mehreren Benutzern, unterschiedlichen Sicherungsbereichen, elektronischen Türverriegelungen, Zutrittssteuerungen, Zwangsläufigkeit oder erhöhten Sicherheitsanforderungen.
Auch wenn Personen Zugang zum Gebäude benötigen, die keinen Zugriff auf die Alarmanlage App erhalten sollen, bietet ein Bedienteil klare Vorteile.

Besonders deutlich wird das im gewerblichen Bereich.

Warum ein Alarmanlage Bedienteil im Gewerbebetrieb besonders wichtig ist

Während im privaten Wohnhaus häufig nur wenige Personen die Alarmanlage bedienen, sieht das in einem Gewerbebetrieb ganz anders aus.
Dort haben oftmals mehrere Mitarbeiter Zugang zum Gebäude.
Mitarbeiter kommen morgens zu unterschiedlichen Zeiten, verlassen das Objekt abends versetzt oder einzelne Bereiche werden unabhängig voneinander genutzt.
Entsprechend müssen mehrere berechtigte Personen die Alarmanlage oder einzelne Sicherungsbereiche zuverlässig scharf und unscharf schalten können.

Ein fest installiertes Bedienteil bietet hier eine klare und unmittelbar am jeweiligen Zugang verfügbare Bedienmöglichkeit.
Jeder berechtigte Mitarbeiter kann beispielsweise einen eigenen Code, Touchkey oder Transponder erhalten.
Damit lässt sich die Alarmanlage unmittelbar am jeweiligen Zugang bedienen, ohne dass dafür zwingend ein persönliches Smartphone oder ein eigener Zugang zur Alarmanlage App erforderlich ist.

Zwangsläufigkeit bei einer fachgerecht installierten Alarmanlage

Bei einer fachgerecht geplanten und installierten Alarmanlage ist die Zwangsläufigkeit ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzeptes.
Vereinfacht gesagt sorgt die Zwangsläufigkeit dafür, dass ein gesicherter Bereich nur in einem dafür vorgesehenen Zustand betreten, verlassen beziehungsweise scharf oder unscharf geschaltet werden kann.
Dadurch sollen Fehlbedienungen und unbeabsichtigte Alarmauslösungen möglichst verhindert werden.

Zwangsläufigkeit bedeutet nicht nur, dass beim Verlassen eines gesicherten Bereichs bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen, bevor die Alarmanlage scharf geschaltet werden kann. Sie muss auch beim Betreten des Bereichs berücksichtigt werden.
Eine fachgerecht aufgebaute Alarmanlage sollte deshalb verhindern, dass eine scharf geschaltete Tür oder ein gesicherter Teilbereich einfach geöffnet werden kann, bevor die Anlage ordnungsgemäß unscharf geschaltet wurde.
Dazu kann beispielsweise das Bedienteil mit einem Sperrelement an der Tür kombiniert werden. Solange der betreffende Sicherungsbereich scharf geschaltet ist, verhindert das Sperrelement das unbeabsichtigte Öffnen der Tür.
Erst nachdem sich der berechtigte Benutzer am Alarmanlage Bedienteil legitimiert und die Alarmanlage beziehungsweise der entsprechende Teilbereich unscharf geschaltet hat, wird der Zugang freigegeben.
Damit wird verhindert, dass ein Mitarbeiter die Tür öffnet, während die Alarmanlage noch scharf ist, und dadurch unbeabsichtigt einen Alarm beziehungsweise Fehlalarm auslöst.

Auch beim Verlassen des Gebäudes spielt die Zwangsläufigkeit eine wichtige Rolle.
Die Alarmanlage darf sich nur dann ordnungsgemäß scharf schalten lassen, wenn die dafür vorgesehenen Bedingungen erfüllt sind.
Dazu gehören je nach Sicherheitskonzept beispielsweise geschlossene Türen und Fenster sowie korrekt verriegelte Zugänge.

Bedienteil, Alarmanlage, Sperrelemente und Schließkontakte arbeiten dabei nicht unabhängig voneinander, sondern als aufeinander abgestimmtes Sicherheitssystem.
Die Schließkontakte überwachen beispielsweise den Zustand von Türen und Fenstern, während Sperrelemente verhindern können, dass ein scharf geschalteter Sicherungsbereich unbeabsichtigt betreten wird.

Gerade in einem Gewerbebetrieb mit mehreren Mitarbeitern ist dieses Zusammenspiel entscheidend.
Die Bedienung der Alarmanlage wird dadurch nicht dem Zufall überlassen, sondern technisch in den Zutritts und Scharfschaltvorgang eingebunden.
Zwangsläufigkeit sorgt somit dafür, dass ein gesicherter Bereich weder unbeabsichtigt im scharfen Zustand betreten noch unter ungeeigneten Voraussetzungen scharf geschaltet wird.

Aus diesem Grund ist ein fest installiertes Alarmanlage Bedienteil in Verbindung mit einer entsprechend geplanten Zutritts und Sperrtechnik bei fachgerecht installierten Alarmanlagen im Gewerbebereich besonders wichtig.


Alarmanlage im Alltag: Benutzerrechte und Zutritt

Auch im privaten Bereich gibt es regelmäßig Situationen, in denen andere Personen Zugang zum Gebäude benötigen.
Nehmen wir ein typisches Beispiel: Sie sind im Urlaub und während dieser Zeit kommt eine Reinigungskraft ins Haus.
Vielleicht kümmert sich ein Familienmitglied um die Katze oder der Gärtner benötigt Zugang zum Grundstück.
Natürlich könnte man diesen Personen einen Zugang zur Alarmanlage App einrichten.

Bei vielen modernen Alarmanlage Apps lassen sich die Benutzerrechte individuell einschränken.
Ein Gärtner, eine Reinigungskraft oder ein Familienangehöriger kann beispielsweise so eingerichtet werden, dass ausschließlich die Alarmanlage scharf und unscharf geschaltet werden darf, ohne Zugriff auf die vollständige Konfiguration oder andere sicherheitsrelevante Funktionen zu erhalten.
Voraussetzung ist allerdings, dass diese Benutzerrechte auch korrekt eingerichtet werden.

Gerade im privaten Bereich sehen wir immer wieder Alarmanlagen, die vom Betreiber selbst installiert und programmiert wurden.
Dabei wird die Benutzer und Rechteverwaltung teilweise nicht konsequent berücksichtigt.
Statt für weitere Personen einen eingeschränkten Benutzer anzulegen, wird beispielsweise der bestehende Hauptzugang weitergegeben.
Damit erhält eine Person unter Umständen wesentlich mehr Berechtigungen, als für ihren eigentlichen Zweck erforderlich wären.

Aus sicherheitstechnischer Sicht sollte grundsätzlich gelten: Jeder Benutzer erhält nur die Berechtigungen, die er tatsächlich benötigt.
Wer lediglich das Gebäude betreten und wieder verlassen muss, benötigt normalerweise keinen vollständigen administrativen Zugriff auf die Alarmanlage.

Ein fest installiertes Bedienteil kann die Benutzerverwaltung an dieser Stelle deutlich vereinfachen.
Die betreffende Person erhält beispielsweise einen eigenen Code oder Touchkey und kann damit die Alarmanlage entsprechend ihrer Berechtigung bedienen, ohne Zugriff auf die vollständige App oder deren Einstellungen zu bekommen.

Ist die Alarmanlage zusätzlich mit einer elektronischen Türverriegelung verbunden, wird der Ablauf besonders komfortabel.
Der Touchkey wird an das Bedienteil gehalten, die Alarmanlage wird unscharf geschaltet und gleichzeitig wird die Tür freigegeben.
Beim Verlassen erfolgt derselbe Vorgang in umgekehrter Reihenfolge: Touchkey an das Bedienteil, Alarmanlage scharf und die Haustür wird automatisch verriegelt.
Damit ist gewährleistet, dass das Gebäude nicht nur verlassen wird, sondern gleichzeitig auch die Alarmanlage aktiviert und die Tür tatsächlich verriegelt ist.


Systemintegrität: Offene oder gekippte Fenster bei einer Alarmanlage

Bei einer fachgerecht geplanten und installierten Alarmanlage spielt die Systemintegrität eine wichtige Rolle.
Vereinfacht beschrieben bedeutet Systemintegrität in diesem Zusammenhang, dass die Alarmanlage vor der Scharfschaltung prüft, ob die dafür relevanten Komponenten und überwachten Zugänge den vorgesehenen Zustand haben.

Ein typisches Beispiel sind offene oder gekippte Fenster, die einen Zugang von außen ermöglichen.
Verlässt man das Gebäude und ein überwachtes Fenster ist noch geöffnet oder gekippt, stellt dies trotz vorhandener Alarmanlage ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.

Aus diesem Grund kann das System so programmiert werden, dass es beim Scharfschalten zunächst überprüft, ob sich alle überwachten Türen und Fenster im vorgesehenen Zustand befinden.
Erkennt die Alarmanlage beispielsweise ein geöffnetes oder gekipptes Fenster, wird dieser Zustand am Alarmanlage Bedienteil beziehungsweise in der Alarmanlage App angezeigt und die Scharfschaltung zunächst verhindert.

Im privaten Bereich kann je nach Alarmsystem und Programmierung die Möglichkeit vorgesehen werden, diesen Zustand bewusst zu übergehen.
Der Benutzer muss dann am Bedienteil oder über die App ausdrücklich bestätigen, dass die Alarmanlage trotz des geöffneten oder gekippten Fensters scharf geschaltet werden soll.
Diese sogenannte Zwangsscharfschaltung ermöglicht die Scharfschaltung, obwohl die Systemintegrität aufgrund eines geöffneten Melders nicht vollständig gegeben ist.

Technisch kann eine solche Funktion im privaten Bereich gewünscht sein, beispielsweise wenn ein Fenster bewusst gekippt bleiben soll.
Aus sicherheitstechnischer Sicht empfehlen wir jedoch, die Systemintegrität nicht zugunsten dieses Komforts einzuschränken.
Ein geöffnetes oder gekipptes Fenster bleibt eine mögliche Schwachstelle des Gebäudes. Die Tatsache, dass die Alarmanlage trotzdem scharf geschaltet werden kann, beseitigt dieses Risiko nicht.

Praktischer Vorteil des Alarmanlage Bedienteils gegenüber der Alarmanlage App

Genau an dieser Stelle zeigt sich ein praktischer Vorteil des fest installierten Bedienteils gegenüber der Alarmanlage App.
Hat man beim Verlassen des Hauses vergessen, die Alarmanlage scharf zu schalten, kann eine App mit Geofencing später daran erinnern.
Man ist zu diesem Zeitpunkt möglicherweise bereits einige hundert Meter entfernt und versucht, die Anlage über das Smartphone scharf zu schalten.
Sind beispielsweise noch zwei Fenster gekippt, verweigert die Alarmanlage aufgrund der nicht gegebenen Systemintegrität zunächst die Scharfschaltung und zeigt die betroffenen Fenster beziehungsweise Melder in der App an.
Besteht die entsprechend programmierte Möglichkeit, kann der Benutzer die Warnung bestätigen und eine Zwangsscharfschaltung durchführen.
Die Alarmanlage wird damit zwar scharf geschaltet, die betreffenden Fenster bleiben jedoch gekippt und das damit verbundene erhöhte Sicherheitsrisiko besteht weiterhin.

Wichtig dabei: Eine Zwangsscharfschaltung kann je nach Alarmsystem und Programmierung sowohl über die Alarmanlage App als auch direkt am Alarmanlage Bedienteil durchgeführt beziehungsweise bestätigt werden.
Der Unterschied liegt also nicht darin, dass das Bedienteil eine Zwangsscharfschaltung grundsätzlich verhindert.

Sein praktischer Vorteil liegt vielmehr im Zeitpunkt der Meldung.
Beim Scharfschalten befindet sich der Benutzer noch unmittelbar am Gebäude.
Meldet das Bedienteil beispielsweise zwei gekippte Fenster oder eine noch geöffnete Balkontür, kann auch hier eine Zwangsscharfschaltung durchgeführt werden, sofern diese Funktion entsprechend programmiert und freigegeben wurde.
Sicherheitstechnisch sinnvoller ist jedoch, direkt zurückzugehen, die betreffenden Fenster und Türen zu schließen und die Alarmanlage anschließend mit vollständig gegebener Systemintegrität scharf zu schalten.

Bei einer Meldung über die Alarmanlage App befindet sich der Benutzer dagegen möglicherweise bereits mehrere hundert Meter vom Gebäude entfernt.
In der Praxis ist die Versuchung dann wesentlich größer, die Zwangsscharfschaltung einfach über das Smartphone zu bestätigen, anstatt zum Gebäude zurückzufahren und die Ursache zu beseitigen.

Befindet man sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Fahrzeug, kommt ein weiterer Punkt hinzu: Während der Fahrt sollte die Alarmanlage App nicht bedient und sollten sicherheitsrelevante Meldungen nicht bestätigt werden.
Der Benutzer müsste zunächst anhalten, bevor er sich mit der Meldung beschäftigen kann.

Das ist der entscheidende praktische Vorteil des Alarmanlage Bedienteils gegenüber der Alarmanlage App: Sicherheitsrelevante Zustände werden unmittelbar beim Verlassen des Gebäudes angezeigt und können noch vor Ort behoben werden.

Zwangsscharfschaltung bei Gewerbeobjekten und hochwertigen Privatobjekten

Bei Gewerbeobjekten empfehlen wir grundsätzlich, auf eine Zwangsscharfschaltung zu verzichten.
Gleiches gilt für private Objekte mit hohen Sachwerten oder einem entsprechend hohen Sicherheitsbedarf.

Eine Alarmanlage sollte sich in diesen Fällen nur scharf schalten lassen, wenn die vorgesehene Systemintegrität vollständig gegeben ist.
Sind beispielsweise Fenster, Türen oder andere überwachte Zugänge noch geöffnet, sollte die Scharfschaltung verhindert werden, bis der sicherheitsrelevante Zustand behoben wurde.
Eine Zwangsscharfschaltung würde diese Schutzfunktion bewusst umgehen und kann dazu führen, dass das Objekt trotz scharf geschalteter Alarmanlage nicht vollständig gesichert ist.

Unsere Empfehlung ist deshalb eindeutig: Bei Gewerbeobjekten und hochwertigen Privatobjekten sollte keine Zwangsscharfschaltung vorgesehen werden.

Auch für andere private Objekte empfehlen wir, Fenster und Türen beim Verlassen des Gebäudes grundsätzlich vollständig zu schließen.
Wer das Haus verlässt, sollte nicht nur die Haustür ordnungsgemäß verriegeln, sondern auch alle nach außen führenden geöffneten oder gekippten Fenster schließen.
Eine Alarmanlage erreicht ihre vorgesehene Schutzwirkung nur dann, wenn auch die mechanischen und organisatorischen Voraussetzungen des Sicherheitskonzeptes eingehalten werden.


Kann ein Alarmanlage Bedienteil manipuliert werden?

Auch diese Frage wird uns regelmäßig gestellt. Genau das demonstrieren wir in unserem Videotutorial direkt in der Praxis.
Wir versuchen dort, das Bedienteil sowohl mit einem nicht berechtigten Touchkey als auch mit einem falschen Code zu bedienen.
Die Alarmanlage erkennt die unberechtigten Bedienversuche und verweigert die Scharf beziehungsweise Unscharfschaltung.
Nach dem dritten fehlgeschlagenen Versuch sperrt sich das Bedienteil automatisch. Weitere Eingaben sind während dieser Zeit nicht möglich.
Die Dauer dieser Sperre kann entsprechend programmiert werden. Je nach gewünschter Konfiguration lässt sich beispielsweise eine Sperrzeit zwischen 5 und 30 Minuten einstellen.
Erst nach Ablauf dieser Zeit wird das Bedienteil wieder für weitere Bedienversuche freigegeben.
Damit wird insbesondere das wiederholte Ausprobieren unterschiedlicher Codes erheblich erschwert. 
Ein Täter kann nicht einfach 20 oder 30 Codes unmittelbar hintereinander ausprobieren.
Nach mehreren falschen Versuchen wird das Bedienteil gesperrt und weitere Eingaben sind zunächst nicht möglich.

Müsste ein Täter nach jeweils wenigen Fehlversuchen beispielsweise 5, 15 oder sogar 30 Minuten warten, würde das systematische Ausprobieren von Zugangscodes einen erheblichen Zeitaufwand verursachen.
Gleichzeitig müsste sich die Person während dieser Zeit weiterhin in unmittelbarer Nähe des gesicherten Gebäudes aufhalten und darauf warten, dass das Bedienteil wieder freigegeben wird.
Ein solches Vorgehen wird dadurch in der Praxis erheblich erschwert und zunehmend riskant.

Zusätzlich können unberechtigte Bedienversuche beziehungsweise Manipulationsversuche vom Alarmsystem erkannt und entsprechend gemeldet werden.
Bei einer aufgeschalteten Alarmanlage kann eine solche Information je nach System und Programmierung auch an eine NSL Notruf und Serviceleitstelle übertragen werden.

Auch das unbefugte Öffnen oder Entfernen des Bedienteils von der Wand kann über Sabotagekontakte überwacht werden.
Das Bedienteil ist damit nicht einfach nur eine Tastatur an der Eingangstür, sondern ein aktiv überwachter Bestandteil des Sicherheitssystems.
Die konkreten Sicherheitsfunktionen, Sperrzeiten und Reaktionen hängen vom eingesetzten Alarmsystem und dessen Programmierung ab.


Überfallalarm: Ein wichtiger Vorteil des Alarmanlage Bedienteils

Ein weiterer wichtiger Sicherheitsvorteil eines fest installierten Bedienteils ist die Möglichkeit eines Überfallalarms.

Wer seine Alarmanlage überwiegend über die App bedient, schaltet sie möglicherweise bereits vor der Ankunft am Gebäude unscharf.
Das kann beispielsweise im Zusammenhang mit Geofencing oder bewusst über die Alarmanlage App erfolgen. Kommt der Benutzer anschließend am Gebäude an, ist die Anlage bereits unscharf geschaltet.

Problematisch kann das in einer Überfallsituation werden. Angenommen, der Betreiber kommt am Gebäude an und wird dort von einem Täter bedroht und gezwungen, die Alarmanlage unscharf zu schalten.

Bei einem entsprechend programmierten Alarmanlage Bedienteil kann für eine solche Situation ein spezieller Überfallalarmcode eingerichtet werden.
Für den Täter sieht die Eingabe wie eine ganz normale Unscharfschaltung aus. Er kann nicht erkennen, dass der Benutzer einen speziellen Überfallalarmcode eingegeben hat.
Die Alarmanlage wird dabei scheinbar ganz normal unscharf geschaltet. Im Hintergrund wird jedoch unbemerkt ein stiller Überfallalarm ausgelöst.


Was bedeutet ein stiller Überfallalarm?

Bei einem stillen Alarm erfolgt bewusst keine akustische oder optische Alarmierung am Objekt.
Weder eine Außensirene noch eine Innensirene wird aktiviert.
Auch andere vor Ort wahrnehmbare Alarmierungen sollen den Täter nicht darauf aufmerksam machen, dass ein Alarm ausgelöst wurde.

Für den Täter verhält sich die Alarmanlage so, als wäre sie mit einem regulären Code ordnungsgemäß unscharf geschaltet worden.
Genau darin liegt der entscheidende Unterschied zu einem normalen Einbruchalarm.

Während der Täter davon ausgeht, dass die Alarmanlage deaktiviert wurde, überträgt das System im Hintergrund den Überfallalarm an die NSL Notruf und Serviceleitstelle, sofern die Anlage entsprechend aufgeschaltet und programmiert ist.
Die NSL Notruf und Serviceleitstelle erkennt, dass es sich nicht um eine normale Unscharfschaltung, sondern um einen Überfallalarm handelt, und kann die dafür im Maßnahmenplan vorgesehenen Schritte einleiten und die zuständigen Einsatzkräfte verständigen.
Der entscheidende Sicherheitsvorteil besteht darin, dass der Täter möglichst nichts von der Alarmierung bemerkt. Eine Sirene oder eine sichtbare Alarmmeldung könnte ihm signalisieren, dass Hilfe angefordert wurde, und die Gefahrensituation möglicherweise zusätzlich verschärfen.
Durch den stillen Überfallalarm kann Hilfe angefordert werden, ohne dass der Benutzer vor dem Täter einen offensichtlichen Panikknopf betätigen oder einen sichtbaren Alarm auslösen muss.
Damit übernimmt das Alarmanlage Bedienteil nicht nur die Scharf und Unscharfschaltung.
Mit einem entsprechend eingerichteten Überfallalarm kann es im Ernstfall auch ein wichtiger Bestandteil des persönlichen Schutzkonzeptes für die Benutzer des Gebäudes sein.


Alarmanlage App und Alarmanlage Bedienteil: die sinnvollste Kombination

Bei einer professionell geplanten und fachgerecht installierten Alarmanlage empfehlen wir grundsätzlich, zusätzlich zur Alarmanlage App ein fest installiertes Bedienteil einzuplanen.

Das gilt für private Objekte ebenso wie für Gewerbebetriebe.

Dabei sollte man einen entscheidenden Punkt nicht vergessen: Eine Alarmanlage ist ein Sicherheitssystem und soll in erster Linie zuverlässig schützen.
Bei einem solchen System sollte die Entscheidung nicht davon abhängig gemacht werden, ob sich durch den Verzicht auf ein Bedienteil etwas Geld sparen lässt.

Wer eine professionelle Alarmanlage richtig aufbauen möchte, sollte deshalb auch in ein fest installiertes Alarmanlage Bedienteil investieren.
Sich ausschließlich auf das Smartphone und die App zu verlassen, schafft eine vermeidbare Abhängigkeit.

Die Alarmanlage App bietet wichtige Vorteile wie Fernzugriff, Statusinformationen, Push Benachrichtigungen, Geofencing und je nach System zusätzliche Sicherheitsfunktionen.
Das Bedienteil übernimmt dagegen wichtige Aufgaben unmittelbar am Gebäude und schafft eine vom Smartphone unabhängige Bedienmöglichkeit.
Das Alarmanlage Bedienteil ist deshalb kein unnötiges Zubehör, sondern ein wichtiger Bestandteil einer professionell geplanten und fachgerecht installierten Alarmanlage.


German Protect Fazit

Unsere klare Empfehlung ist die Kombination aus Alarmanlage Bedienteil und Alarmanlage App.
Die App bietet Flexibilität und Fernzugriff.
Das fest installierte Bedienteil sorgt für eine zuverlässige Bedienung direkt am Objekt und unterstützt wichtige Sicherheitsprinzipien wie Systemintegrität und Zwangsläufigkeit.
Eine Alarmanlage ist kein Komfortprodukt, sondern ein Sicherheitssystem, das im entscheidenden Moment zuverlässig funktionieren muss.

Deshalb gilt für uns: Alarmanlage App und Bedienteil ergänzen sich.
Erst die sinnvoll geplante Kombination schafft ein zuverlässiges Bedien und Sicherheitskonzept.


Professionelle Alarmanlage von German Protect

Sie möchten eine Alarmanlage, die zuverlässig funktioniert und optimal zu Ihrem Gebäude sowie Ihren täglichen Abläufen passt?

German Protect plant professionelle Alarmanlagen für private, gewerbliche und industrielle Objekte. Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Bewegungsmelder oder die Alarmzentrale, sondern das gesamte Sicherheitskonzept.
Dazu gehören die Absicherung von Türen und Fenstern, fest installierte Bedienteile, Alarmanlage Apps, elektronische Türverriegelungen, individuelle Benutzerberechtigungen sowie auf Wunsch die Aufschaltung auf eine NSL Notruf und Serviceleitstelle.

Auf Wunsch übernehmen wir auch die komplette fachgerechte Montage und stehen Ihnen anschließend für die weitere Betreuung der Alarmanlage zur Verfügung.
Von der Planung über die Montage bis zum laufenden Betrieb erhalten Sie bei German Protect alles aus einer Hand.

Sie haben Fragen zu einer professionellen Alarmanlage oder möchten Ihr Objekt zuverlässig absichern? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gerne.

 


Häufig gestellte Fragen zum Thema Alarmanlagen App oder Bedienteil

    • Was bedeutet Systemintegrität bei einer Alarmanlage?

      Die Systemintegrität beschreibt, vereinfacht gesagt, ob sich die sicherheitsrelevanten Komponenten und überwachten Zugänge einer Alarmanlage im vorgesehenen Zustand befinden. Vor der Scharfschaltung kann beispielsweise geprüft werden, ob überwachte Türen und Fenster geschlossen sind. Ist ein Fenster geöffnet oder gekippt, kann die Alarmanlage die Scharfschaltung zunächst verhindern und den betreffenden Melder anzeigen.

    • Was bedeutet Zwangsläufigkeit bei einer Alarmanlage?

      Die Zwangsläufigkeit sorgt dafür, dass definierte Abläufe beim Betreten und Verlassen eines gesicherten Bereichs sowie bei der Scharf und Unscharfschaltung eingehalten werden. Beispielsweise kann ein Sperrelement verhindern, dass eine Tür geöffnet wird, solange der betreffende Sicherungsbereich noch scharf geschaltet ist. Dadurch sollen Fehlbedienungen und unbeabsichtigte Alarmauslösungen verhindert werden.

    • Was ist eine Zwangsscharfschaltung bei einer Alarmanlage?

      Bei einer Zwangsscharfschaltung wird die Alarmanlage trotz eines vorhandenen sicherheitsrelevanten Zustands scharf geschaltet, beispielsweise obwohl ein überwachtes Fenster noch geöffnet oder gekippt ist. Je nach Alarmsystem und Programmierung kann der Benutzer diesen Zustand bewusst bestätigen. Bei Gewerbeobjekten und privaten Objekten mit hohen Sicherheitsanforderungen empfehlen wir grundsätzlich, auf eine Zwangsscharfschaltung zu verzichten.

    • Kann eine Alarmanlage ausschließlich über eine App bedient werden?

      Ja, bei entsprechenden Alarmsystemen ist eine Bedienung ausschließlich über eine Alarmanlage App grundsätzlich möglich.
      Ob dies sinnvoll ist, hängt jedoch von der Nutzung und den Sicherheitsanforderungen des Objektes ab.
      Bei professionellen Alarmanlagen mit mehreren Benutzern, elektronischer Türverriegelung, Zutrittssteuerung oder erhöhten Sicherheitsanforderungen empfehlen wir zusätzlich ein fest installiertes Alarmanlage Bedienteil.

    • Was ist besser: Alarmanlage App oder Bedienteil?

      Beide Bedienmöglichkeiten haben unterschiedliche Vorteile. Die Alarmanlage App bietet insbesondere Fernzugriff, Statusinformationen, Push Benachrichtigungen und je nach System Funktionen wie Geofencing. Das fest installierte Bedienteil ermöglicht dagegen eine direkte und vom Smartphone unabhängige Bedienung am Objekt. Für eine professionell geplante Alarmanlage empfehlen wir deshalb die Kombination aus Alarmanlage App und Alarmanlage Bedienteil.